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Eishockeyverband NRW aufgenommen

| Allgemein (LSB)

Einschneidende Veränderung bei den Kufenjägern: Die Mitgliederversammlung des Landessportbun-des Nordrhein-Westfalen hat der vorab stark diskutierten Aufnahme des neuen Eishockeyverbandes NRW als offizielle Mitgliedsorganisation mit klarer Mehrheit von 283 zu 51 Stimmen zugestimmt. Damit folgten die Delegierten am Samstag in Recklinghausen einer unmissverständlichen Empfehlung von LSB-Präsidium sowie LSB-Vorstand, den noch jungen Fachverband in die führende Sportorganisation aufzunehmen, um - so wörtlich - „auch künftig einen geordneten Spielbetrieb und eine erfolgreiche Entwicklung der Sportart Eishockey in NRW zu gewährleisten“.

Der bislang zuständige Eissportverband NRW um Präsident Wolfgang Sorge hatte sich im Vorfeld - auch anwaltlich – gegen diese Entwicklung gewehrt. Dagegen stellte der LSB NRW fest, dass satzungs- und fristgemäß die Gemeinnützigkeit des Eishockeyverbandes NRW sowie die notwendige Mitgliedschaft beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) bescheinigt worden waren. Außerdem konnte der neue Verband bereits zum 07. Dezember 2015 insgesamt 23 Vereine mit weit über 3.000 aktiven Spieler/-innen als Mitglieder nachweisen. Dies entspricht mehr als zwei Dritteln der Vereine sowie mehr als drei Viertel der Aktiven, die sich jeweils in NRW der Sportart Eishockey zuordnen lassen.

Ein zweiter Antrag wurde dagegen abgelehnt: Der Cheerleading und Cheerdance Verband Nordrhein-Westfalen e.V. (CCVNRW), in NRW durch den American Football und Cheerleading Verband (AFCV NRW) organisiert, wollte ebenfalls als eigenständiger Fachverband in den LSB NRW aufgenommen werden. Hier folgten die Delegierten auch der Empfehlung des LSB-Vorstandes/Präsidiums und votierten mit 136 Ja- zu 179 Nein-Stimmen dagegen. Der CCVNRW, der nach eigener Auskunft insgesamt 52 NRW Vereine mit fast 2.500 Mitgliedern vertritt, wird gegen diese Entscheidung sehr wahrscheinlich rechtliche Schritte einleiten.

Bilder: Andrea Bowinkelmann

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