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Klosterhalfen, Boll, Schäfer und Achter als „Beste im Westen“

| Allgemein (LSB)

Zwei Männer bei einer Preisverleihung
Der Trainer des Jahres Karl-Heinz Düe (links) mit Heinrich Popow

Nordrhein-Westfalen feiert die Gewinner der FELIX-Awards 2019

Tischtennis-Aushängeschild Timo Boll (Düsseldorf), Leichtathletik-Ass Konstanze Klosterhalfen, Léon Schäfer (beide Leverkusen) sowie der titelverwöhnte Ruder-Achter sind die prominentesten Gewinner bei der NRW-Sportlerwahl 2019. Damit gehört dieses Sieger-Quartett zu den stolzen Empfängern der FELIX-Awards, deren Verleihung jedes Jahr den Abschluss eines erfolgreichen Sportjahres markiert. Rund 1.000 nicht abergläubische Gäste feierten gemeinsam mit den Preisträgerinnen und Preisträgern am Freitag, den 13., in der Mitsubishi Electric HALLE Düsseldorf - verantwortliche Ausrichter waren wie gewohnt der Landessportbund NRW und die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mit Tischtennis-Ass Boll (38) stand in diesem Jahr ein alter Bekannter auf dem Siegertreppchen. Der amtierende Team-Europameister zählte bereits mehrfach zu den Nominierten und hat nach 2009, 2010 und 2011 seinen vierten FELIX als „Sportler des Jahres“ erhalten. Damit setzte er sich gegen Max Rendschmidt, Andreas Mies, Max Hartung und Max Hoff durch. Auch bei Mittel- und Langstreckenläuferin Kloster-halfen (22) steht bereits ein FELIX im Regal. 2016 trat sie noch in der Kategorie „Newcomer/in des Jahres“ an und gewann. Nur drei Jahre später ist die WM-Überraschungsdritte beste „Sportlerin des Jahres“ - vor Isabell Werth, Leonie Pieper, Ingrid Klimke und Carolin Masson.

Der Deutschland-Achter setzte sich ein weiteres Mal als „Mannschaft des Jahres“ durch und konnte den achten FELIX entgegennehmen. Krönender Abschluss für ein mit WM- und EM-Gold erfolgreiches Sportjahr. Ebenfalls in der Kategorie nominiert: die deutschen Säbelfechter, HTC Uhlenhorst, der Leichtgewicht-Männer-Doppelzweier und die Deutschen Florettfechter.

In der Kategorie „Behindertensportler/in des Jahres“ setzte sich León Schäfer gegen die Konkurrenz durch. Der Leichtathlet hat sich vom Newcomer-FELIX im Jahr 2014 zum gestandenen Sportler entwickelt, der bei den internationalen Para-Leichtathletikmeisterschaften 2019 mit 6,80 Metern zum neuen Weltrekord sprang. „Para-Athletinnen und -athleten liefern herausragende sportliche Leistungen, wie der Weltrekord von Léon Schäfer eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Para-Sport ist eine feste Größe im Sportland.NRW, die entscheidend zur Wahrnehmung des Sports beiträgt. Aus diesem Grund freue ich mich auch besonders darüber, dass das Internationale Paralympische Komitee seinen Hauptsitz auch künftig in Nordrhein-Westfalen haben wird“, sagt Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, die die Auszeichnung in dieser Kategorie überreichte.

Sarah Voss ist die „Newcomerin des Jahres“. Mit gerade einmal 19 Jahren stand die Turnerin in Stuttgart schon im WM-Finale der besten acht Turnerinnen am Balken. Damit nicht genug, erwarb sie bereits bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin 2019 sowohl im Mehrkampf, Sprung als auch am Schwebebalken zahlreiche Titel. Und mit 20 Jahren gibt es nun den FELIX.

Der Fußball-FELIX geht an Yann Sommer. Der Schweizer Torhüter von Borussia Mönchengladbach setzte sich gegen den FELIX-Gewinner aus dem vergangenen Jahr, Marco Reus (Borussia Dortmund), sowie gegen Oliver Fink (Fortuna Düsseldorf), Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen) und Alexander Nübel (FC Schalke 04) durch.

Wie üblich entschied eine Jury, die sich aus allen bisherigen Preisträgern dieser Kategorie zusammensetzt, wer „Trainer/-in des Jahres“ wer-den soll. Die Wahl fiel 2019 auf Karl-Heinz Düe. Der 70-Jährige hat als Leichtathletik-Trainer beim Parasport vom TSV Bayer 04 Leverkusen schon so manches Talent auf seinem Weg begleitet. Mit herausragen-dem Erfolg, wie das erfolgreiche Abschneiden einiger seiner Schützlinge bei der diesjährigen Para-WM in Dubai zeigte.

„Von der gezielten Talentsuche bis hin zu den Olympischen und Paralympischen Spielen als Krönung einer Karriere bleibt der Leistungssport ein wesentlicher Bestandteil des organisierten Sports. Zwar erstreckt sich die Zuständigkeit der Landesebene in erster Linie auf den Nachwuchsleistungssport, doch nehmen wir längst auch viele wichtige Aufgaben an der Schnittstelle zur Bundesebene wahr“, betont Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbunds NRW, der seit Jahresbeginn die Trägerschaft für den neuen Olympiastützpunkt NRW mit den drei Standorten Rheinland (Köln), Rhein-Ruhr (Essen) und Westfalen (Dortmund) übernommen hat.

Passend zum Datum wurden in Düsseldorf bereits zum insgesamt 13. Mal die begehrten Auszeichnungen vergeben. Wie gewohnt würdigten der Landessportbund NRW und die Staatskanzlei NRW als gemeinsa-me Organisatoren damit herausragende sportliche Leistungen. Die Entscheidung, welche/-r Nominierte/-n aus den verschiedenen Kategorien einen FELIX mit nach Hause nehmen konnte, hatten zuvor die Bürge-rinnen und Bürger mit ihren rund 65.700 Stimmen per Online-Voting getroffen.

Neben der Verleihung der FELIX-Awards sorgte das Rahmenprogramm in der Mitsubishi Electric HALLE Düsseldorf für einen abwechslungsreichen Abend. Artistische Showeinlagen sowie musikalische Unterhaltung und ein mehrgängiges Menü rundeten die feierliche Gala ab. Wie schon in den Vorjahren moderierten die WDR-Sport-Moderatoren Anke Feller und Claus Lufen die Veranstaltung.

Eine Zusammenfassung der Veranstaltung wird am Samstag, 14. Dezember 2019 um 16.00 Uhr im WDR übertragen.

Alle Gewinner im Überblick

  • Sportler des Jahres: Timo Boll (Tischtennis)
  • Sportlerin des Jahres: Konstanze Klosterhalfen (Leichtathletik)
  • Mannschaft des Jahres: Deutschland-Achter (Rudern)
  • Behindertensportler/-in des Jahres: Léon Schäfer (Leichtathletik)
  • Newcomer/-in des Jahres: Sarah Voss (Turnen)
  • Fußball-FELIX: Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach)
  • Trainer/-in des Jahres: Karl-Heinz Düe (Leichtathletik Parasport / TSV Bayer 04 Leverkusen)

Text: Stabsstelle Presse
Bild: Andrea Bowinkelmann

 

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