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Die "wilden Kerle" aus Aplerbeck


Der gleichnamige Film ist ein Klassiker. Eine Million Kinobesucher innerhalb von zehn Tagen: Beeindruckend. Beeindruckend auch, was "Die wilden Kerle" von der Handballabteilung des ASC 09 Dortmund leisten.

Die "Wilden Kerle" rund um Leon, Marlon und Vanessa bestehen viele Abenteuer. Zum Schluss erobern sie ihr Fußball-Spielfeld vom Dicken Michi zurück und werden ein tolles Team. Zwar gibt es in Aplerbeck keinen Dicken Michi, aber Herausforderungen ohne Ende müssen auch die jungen ASCler bestehen.

Mit großer Energie sind sie unterwegs: Matthias Wittland (30), Almuth Delere (22), Johanna Grabowski (23), Hanna Wegmann (19), Ann-Kathrin Stache (19) und Fynn Fligge (16). Sie stehen stellvertretend für ein junges Team von fast 30 Personen. Das sich durchsetzen will, Verantwortung übernimmt und richtig was auf die Beine stellt. Ihre Mission ist klar: Jugendliche und junge Erwachsene wollen beweisen, dass ein Verein auch gut geführt werden kann mit ganz viel jugendlichem Elan. "Im Vorstand herrscht eine positive Dynamik und eine große Wertschätzung untereinander. Jeder wird ernst genommen und man freut sich über die hohe Bereitschaft, ehrenamtliche Posten zu übernehmen", sagt die stellvertretende Jugendwartin Johanna.

Matthias, 2. Abteilungsleiter: "Das hatte richtig eine Eigendynamik, Als die ersten jungen Menschen in Führung gingen, zog das automatisch andere an." Der junge Mann gehört mit seinen  30 Jahren schon zu den "Älteren", spielt selbst seit über 20 Jahren im Verein, kennt alle und ist für die Vereinsorganisation und sportliche Leitung zuständig. Wenn er über seine Arbeit im ASC 09 berichtet, schwingt Stolz in seiner Stimme. Ruhig und klar formuliert er das, was jeder Besucher sehen kann: Hier funktionieren die Kommunikation und das Miteinander.

Da tritt keiner auf die Bremse

"Wir wollten hier etwas verändern", erklären Almuth und Johanna. Auf dem Papier sind sie die Jugendwartin und die Stellvertretung. In der Realität arbeiten sie als Team zusammen. Die beiden Frauen gehören zur zweiten Damenmannschaft, sie verstehen sich gut - im Spiel und im Ehrenamt: ein großer Vorteil. Die Abstimmung untereinander ist sehr einfach und weit weg vom "offiziellen Vorstandsmiteinander". In ihrer Rolle organisieren sie Events, wie eine gemeinsame Dänemarkfahrt, und werden vor allem bei neuen Ideen nicht ausgebremst - ein positiver Nebeneffekt der jungen Altersstruktur.

Ortstermin in Aplerbeck. Am Nachmittag trainiert die männliche B-Jugend des Vereins. Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters rennen mit Handbällen durch die Halle, Eltern sitzen am Rand und beobachten ihre Kinder. "Unsere Ehrenamtlichen wuseln auch hin und her, werden von allen begrüßt - man kennt sich eben. Es ist wie in einer zweiten Familie", erklärt Jung-Trainer Fynn.

Den kompletten Text von Sinah Barlog lesen Sie in der September-Ausgabe der "Wir im Sport".

Bild: Andrea Bowinkelmann