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Sport an Rhein und Ruhr - damals und heute


Wie spielt man Tischtennis ohne Arme und mit einer Beinprothese? Wie kommt man überhaupt mit einer solchen Behinderung zu dieser Sportart? Das verriet der Paralympics-Sieger, Pfarrer und Kabarettist Rainer Schmidt am vergangenen Wochenende beim "Tag des offenen Denkmals" im Landesarchiv in Duisburg – und ließ anschließend an der Platte einigen Wagemutigen aus dem Publikum keine Chance.

An seiner Lebensgeschichte veranschaulichte Schmidt, welche Bedeutung gerade der Sport für die Inklusion und das Selbstwertgefühl behinderter Menschen haben kann. Ging es dabei also um den "Sport für alle", drehte sich der Vortrag des zweiten Referenten um die Talentförderung im Spitzensport: Nachwuchs-Cheftrainer Uwe Schubert stellte das Nachwuchsleistungszentrum des MSV Duisburg vor.

NRW zwischen Spitzensportland und „Sport für alle

Auch bei der an diesem Tag eröffneten Ausstellung des Landesarchivs „Geschichte(n) in Bewegung. Sport an Rhein und Ruhr damals und heute“ stehen die beiden großen Säulen des Sports - der Breitensport und der Spitzensport - im Focus.

Anhand von ausgewählten Quellen und erläuternden Texten werden wichtige Stationen der Geschichte des Sports vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart beleuchtet. Die Exponate vermitteln einen lebendigen Eindruck von der großen Faszinationskraft, die der Sport seit langem auf die Menschen in der Region ausübt.

Neben dem Schulsport wird in der Ausstellung auch dem Fußball im Ruhrgebiet und im Rheinland eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Dazu hat das Museum des MSV Duisburg Exponate aus der Geschichte des Meidericher Spielvereins 02 beigesteuert.

Historische Dokumente und Zitate ehemaliger NRW-Ministerpräsidenten und ehrenamtlicher Führungsspitzen des 1947 gegründeten Landessportbundes NRW verdeutlichen außerdem, wie der selbstverwaltete gemeinnützige Sport und die staatliche Sportpolitik gemeinsam die Sportentwicklung in Nordrhein-Westfalen vorangetrieben haben.

Vertiefende Vortragsreihe startet am 19. September

In der Zeit vom 19. September bis zum 05. Dezember wird die Ausstellung von einer fünfteiligen Vortragsreihe begleitet. Ganz im Sinne von Inklusion sind die Vorträge bei freiem Eintritt selbstverständlich für alle offen.

Termine und Themen der Vorträge

Zum Landesarchiv NRW (Abtl. Rheinland)