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Round-Table „Sport und Flüchtlinge“ in Neuss

| Allgemein (LSB)

Lebhafter Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus sechs Stadt- und Kreissportbünden: Der Landessportbund NRW hat auch bei seiner dritten „Round table“-Veranstaltung zum Thema „Sport und Flüchtlinge – Zwischen Willkommen und Verunsicherung“ einen hochrangigen Teilnehmerkreis begrüßen können.

Nach Essen und Bielefeld fand die rund zweistündige Diskussion dieses Mal in Neuss statt. Zur aktuellen Situation in ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld - von den derzeitigen Vereinsaktivitäten rund um Sport und Flüchtlinge, über aktuelle Problemlagen und mögliche Lösungsvorschläge - äußerten sich:

•    LSB-Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Niessen
•    Siggi Blum, LSB-Leiter Kompetenzzentrum Integration und Inklusion
•    Thomas Lang (Vorsitzender KSB Neuss)
•    Ursula Baum (Flüchtlingsbeauftragte KSB Neuss)
•    Klaus Hoffmann (Vorsitzender SSB Köln)
•    Ulrich Wolter (Geschäftsführer SSB Düsseldorf)
•    Bernd Seibert (Geschäftsführer SSB Bonn)
•    Henrik Beuning (Geschäftsführer KSB Rheinisch-Bergischer Kreis)
•    Harald Dudzus (Vorsitzender KSB Rhein-Erft)

Hochrechnung geht von 400 belegten Hallen aus

Zur Anzahl der momentan in NRW belegten Sporthallen brachte LSB-Vorstandschef Niessen eine neue Erhebung mit: "Wir haben unsere 54 Stadt- und Kreissportbünde befragt. Nach dem Stand der Hallenbelegung  vom 22. Februar liegen uns 41 Antworten vor, also knapp drei Viertel und danach sind knapp 300 Hallen in diesen Städten und Kreisen belegt."

Hochgerechnet auf alle 54 SSB/KSB dürfte somit die Zahl von 400 belegten Hallen realistisch sein. Darüber hinaus war sich die Runde einmal mehr einig, dass der organisierte Sport die nötige Unterstützung brauche, wenn es darum geht, Flüchtlinge zu integrieren. So gibt es bereits Strategien und Pläne, wie der Sport sich in den kommenden Jahren um die Eingliederung kümmern will. Allerdings sind die Ehrenamtler im Sport mit dieser großen Aufgabe überfordert. Deshalb wird es beispielsweise zum 1. Juni insgesamt 20 neue Fachkraftstellen in NRW geben, um den Vereinen im Tagesgeschäft bei der Integration der Flüchtlinge durch den Sport zu helfen.

Frank-Michael Rall

 

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