Gehen

Das leichtathletische Gehen

Die olympische Laufsportart im Portrait

Im Gegensatz zum herkömmlichen Laufen, kommt es während des leichtathletischen Gehens nicht zu einer Flugphase. Das bedeutet, dass während des ganzen Laufs mindestens ein Fuß Bodenkontakt haben muss. Die zweite Voraussetzung für einen gültigen Lauf ist, dass das vordere Bein während des Aufsetzens auf den Boden gestreckt sein muss, das Knie also nicht gebeugt werden darf. Aus diesen beiden Regeln resultiert der für Geher typische Hüftschwung.

Seine Ursprünge hat das Gehen als Sportart im London des 17. Jahrhunderts. Dort fand 1682 ein fünfstündiger Wettkampf im Dauergehen statt. Bis ins 19. Jahrhundert gehörte das Gehen zu den populärsten Zuschauersportarten in Großbritannien, wo auch heute noch entsprechende Veranstaltungen zu finden sind. Seit 1932 ist das Gehen für Männer olympisch, zunächst auf einer Strecke von 50 km, seit 1956 auch über eine Distanz von 20 km. Ab 1992 wurde auch das Frauen-Gehen in die Riege der olympischen Sportarten aufgenommen.