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#mehrSPORTinNRW braucht Platz.

Wir für attraktive Sporträume!

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Funktionale und an Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausgelegte normierte und nicht normierte Sportstätten sind unabdingbare Voraussetzung für Vereinssport und vereinsungebundenen Sport. Nach wie vor herrscht jedoch ein starker Sanierungsstau bei Sportstätten, den der DOSB zusammen mit dem Deutschen Städtetag und dem DStGB bundesweit auf etwa 31 Mrd. Euro schätzt (Kurzexpertise 2018) – bezogen auf NRW ergibt sich daraus über den Königsteiner Schlüssel ein Wert von etwa 6,5 Mrd. Euro. Auch im Kontext steigender Planungs-, Bau- und Energiekosten unterstreicht dies den Bedarf nach weiterer Sportstättenförderung des Landes.

Der Sanierungs- und Modernisierungsbedarf von Sportstätten in Vereins-Trägerschaft ist weiterhin groß. Die in den über 5.600 Interessensbekundungen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ dargelegten Gesamtkosten in Höhe von etwa 571 Millionen Euro übersteigen die für diesen Zweck vom Land in Förderaufruf I des Programms zur Verfügung gestellten 267 Millionen Euro deutlich. Nachdem bei den Vereinen bislang die bauliche Sanierung als Förderziel im Vordergrund stand, gibt es Aufholbedarf in Bereichen wie der digitalen Modernisierung, der Barrierefreiheit sowie klimaschutzfördernden Anpassungen. Weiterhin gilt es, dem Trend hin zu Outdoor-Sport durch den Neubau von und die Umgestaltung zu geeigneten Sportflächen im Freien verstärkt nachzukommen. Daher fordert der Landessportbund NRW eine Fortsetzung des Programms „Moderne Sportstätte“ mit einem jährlichen Volumen von 60 Mio. Euro.

Gegenüber der „Sportstättenstatistik der Länder“ von 2002 ist die Zahl an Schwimmbädern in NRW, die grundsätzlich für die Schwimmausbildung und den Schwimmsport geeignet sind, um 43% zurückgegangen (Schwimmverband NRW, 2022). Dieser Mangel schlägt sich in DLRG-Studien (2010, 2014, 2016) nieder, nach denen 75% der jährlich abgehenden Grundschüler*innen nicht oder nicht sicher schwimmen können. Um dem entgegenzuwirken, bedarf es eines gesonderten Förderprogramms mit den Schwerpunkten: Reaktivierung stillgelegter Lehrschwimmbecken sowie Neubau von standardisierten Einfachbädern, die z. B. über eine landesweite Projektgesellschaft des organisierten Sports betrieben werden könnten.

Für den Erhalt und die Modernisierung der Sportstätten in kommunaler Hand ist die Sportpauschale weiterhin ein unerlässlicher Finanzierungsbaustein, weshalb wir eine Fortschreibung (2022: 64 Mio. Euro) und Erhöhung (mindestens Inflationsausgleich) fordern.