Coronahilfe Profisport NRW

Die NRW-Landesregierung hat zur Vermeidung von Zahlungsschwierigkeiten von Profisportvereinen in unteren Ligen ein Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen Euro aufgelegt.

Coronahilfe Profisport NRW

Für von Einnahmeverlusten betroffene NRW-Viertligisten

Zusätzliches 15-Millionen-Euro-Notprogramm soll Spielbetrieb sichern

Der Sport erfährt bedingt durch die Corona-Pandemie weitreichende Einschränkungen seines Wettkampfbetriebes. Dies betrifft neben den Profisportvereinen der oberen Ligen (Liga 1 – 3) auch den Breitensport und die semiprofessionellen Sportvereine und deren Unternehmen in den unteren Ligen. Diese können aufgrund des Corona bedingten Entfalls von Ticketeinnahmen in eine wirtschaftliche Notsituation geraten. Hier drohen Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste.

Das Land Nordrhein-Westfalen kompensiert einen Teil des durch das Verbot von Zuschauerbesuchen verursachten Ausfalls von Ticketeinnahmen für Vereine und Unternehmen der vierten Ligen. Die Billigkeitsleistung begründet sich in der staatlichen Fürsorge zum Ausgleich oder der Milderung von Schäden und Nachteilen. Sie wird ab einem nachgewiesenen Einnahmeausfall von mindestens 2.500 Euro netto gewährt und ist auf maximal 60 Prozent des Netto-Einnahmeausfalls und maximal 800.000 Euro begrenzt.

Die Coronahilfe Profisport NRW können alle antragsberechtigten Sportvereine ab dem 1. November 2020 bis zum 30. November 2020 über das »Förderportal des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen online beantragen – schriftliche Anträge sind nicht möglich!

Die folgenden FAQs zur Antragstellung haben wir für Sie zusammengefasst:
 

Ihre Frage an uns!

E-Mail: coronahilfe-profisport@lsb.nrw

Downloads

Richtlinien "Coronahilfe Profisport NRW"

Muster-Antragsformular "Coronahilfe Profisport NRW"

Das Formular dient lediglich als Ansichtsexemplar. Der Antrag muss digital über das Förderportal des Landessportbundes NRW gestellt werden. Bitte senden Sie Ihren Antrag nicht postalisch oder per Mail an den LSB NRW! Ausgedruckte Anträge können nicht verarbeitet werden.

 

 

Antragsberechtigt sind Sportvereine oder deren Unternehmungen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, die zum Zeitpunkt des Monats, für den ein Zuschuss beantragt wird, am professionellen oder semiprofessionellen Wettbewerb der Vierten Ligen teilnehmen.

 

  • Der Sportverein oder seine Unternehmung beschäftigt nicht mehr als 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Der antragstellende Verein oder seine Unternehmung konnte/kann aufgrund des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie an Liga- und Pokalveranstaltungen sowie regulären Wettbewerben nicht oder nur eingeschränkt teilnehmen oder diese durchführen.
  • Dem antragstellenden Verein oder seiner Unternehmung sind hierdurch Ticketeinnahmen entgangen oder werden bis zum Ende des Jahres noch entfallen. Hierdurch ergibt sich ein Schaden von mindestens 2.500 Euro ohne Steuern.

Das Land Nordrhein-Westfalen kompensiert einen Teil des durch das Verbot von Zuschauerbesuchen verursachten Ausfalls von Ticketeinnahmen für Vereine und Unternehmen der Vierten Ligen. Weitere Einnahmeverluste, z. B. aus Catering oder Merchandising bleiben unberücksichtigt. Die Billigkeitsleistungen dienen der Abmilderung aufgrund des Ausbruchs von COVID-19 erlittener finanzieller Einbußen bei Ticketeinnahmen.

Die Antragstellung ist ausschließlich online über das Förderportal des LSB möglich. Den Zugang zum Förderportal finden hier: https://foerderportal.lsb-nrw.de. Bitte nutzen Sie für die Anmeldung Ihre Vereinskennziffer (VKZ) sowie Ihr Förderportal-Passwort.

  • Zur Ermittlung des Einnahmeverlustes werden die tatsächlichen Netto-Ticketeinnahmen vom Vorjahreszeitraum den erzielten Netto-Einnahmen aus Ticketverkäufen im Zeitraum 1. März 2020 bis 31. Dezember 2020 gegenübergestellt.
  • Dabei sind nur Einnahmen aus Ticketverkäufen im regulären Wettbewerb von Liga- und Pokalveranstaltungen und sonstigen Wettbewerben zugrunde zu legen.
  • Eine Billigkeitsleistung kann ab einem nachgewiesenen Einnahmeausfall von 2.500 Euro ohne Steuern pro Verein oder Unternehmung gewährt werden und ist auf maximal 60% des Netto-Einnahmeausfalls und maximal 800.000 Euro begrenzt.
  • Leistungen Dritter zum Ausgleich von entgangenen Ticketeinnahmen, z. B. Versicherungsleistungen, sind anzurechnen.

  • Anträge können ab dem 1. November 2020 bis zum 30. November 2020 gestellt werden.
  • Die Anträge werden nach Eingang bearbeitet und beschieden. Eine Auszahlung der Billigkeitsleistung erfolgt unmittelbar nach Bestandskraft des Bescheides.

Zum Ausfüllen des Antragsformulars benötigen Sie folgende Angaben (siehe hierzu das »Musterformular):

  • Vereinskennziffer beim Landessportbund NRW
  • Ligazugehörigkeit des Vereins
  • Angaben zum verantwortlichen Vertretungsberechtigten des Vereins (BGB § 26). Hier sind Name, Anschrift, Kontaktdaten eines vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieds anzugeben
  • Darstellung des Einnahmeverlustes:
    • Tatsächliche Netto-Ticketeinnahmen vom 01.03. bis 31.12.2019 (Vorjahr)
    • Tatsächliche Netto-Ticketeinnahmen vom 01.03. bis 31.10.2020
    • Geschätzte Netto-Ticketeinnahmen vom 01.11. bis 31.12.2020
    • Leistungen Dritter zum Ausgleich entgangener Ticketeinahmen
  • Erklärungen des Antragsstellers. Hier sind die im Rahmen öffentlicher Förderungen üblichen und notwendigen Erklärungen durch den Vereinsvertreter abzugeben.

  • Einnahmen aus dem Verkauf von Dauer- und Saisonkarten sind anteilig umzulegen
  • Einnahmen aus Ticketverkäufen bei Test- und Freundschaftsspielen bleiben unberücksichtigt.

Der Landessportbund NRW ist mit der Abwicklung des Verfahrens beauftragt. Dieser entscheidet aufgrund seines pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel über einen Antrag. Im Fall der Erschöpfung der Haushaltsmittel ist der LSB berechtigt, Anträge aus diesem Grund abzulehnen. Ein genereller Anspruch des Antragstellers auf Gewährung der Billigkeitsleistung besteht nicht.

Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums und spätestens zum 30. Juni 2021 hat der Antragsteller die tatsächlichen Ticketeinnahmen im Zeitraum 14. März 2020 bis 31. Dezember 2020 ebenso wie die Berechnung der Ticketverkäufe im Vorjahreszeitraum nachzuweisen. Hierzu ist dem LSB eine Schlussabrechnung vorzulegen, mit der das Vorliegen der Voraussetzungen für die Gewährung der „Überbrückungshilfen für Profisportvereine der unteren Ligen“ und eine etwaige Überkompensation dokumentiert werden. Diese ist zurückzuzahlen.

Billigkeitsleistungen sind Leistungen, die erbracht werden, obwohl kein Rechtsanspruch darauf besteht. Mit Billigkeitsleistungen können Schäden und Nachteile ausgeglichen oder gemildert werden, die ihre Ursache in einem Ereignis haben, das für den betroffenen Personenkreis nicht vorhersehbar war und von ihm auch nicht zu vertreten ist.

Nein. Sie füllen den gesamten Antrag online aus und müssen keine Unterschrift abgeben. Mit dem Absenden versichern Sie – auch ohne Unterschrift – die Richtigkeit Ihrer Angaben