ImPuls-Forum 2020 – Was Menschen bewegt?!

Herzlich Willkommen beim interaktiven ImPuls-Forum der Referate Breitensport/Gesundheit und Breitensport/Generationen

Was bewegt Menschen und was bringt sie in Bewegung? Welche Motivation steht im Vordergrund und welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein?

Zu diesen Fragestellungen informieren und diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft und Sport sowie kommunale Entscheidungsträger*innen.  Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im informellen Sport sowie mögliche Reaktionen des verbandlichen Sports und der kommunalen Raumplanung werden ebenso in den Blick genommen wie der digitale Sportraum und die Frage der individuellen Bewegungsmotivation.

Ansprechpartner*innen

Annika Rape
Tel. 0203 7381-864
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Andreas Hohelüchter
Tel. 0203 7381-943
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Die Themen im Überblick

Sport zwischen Selbstorganisation und Fremdsteuerung

Termin: 25.11.2020 um 17 Uhr

Was macht den informellen Sport aus, wo findet er statt, welche Rahmenbedingungen sind gegeben und welche werden in Zukunft ausschlaggebend sein. Um den Sportraum für Alle ganzheitlich zu betrachten, werden Synergien zum organisierten Sport herausgestellt und diskutiert.

Prof. Dr. Tim Bindel, Geschäftsführende Leitung des Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 

Informeller Sport in Vereinen: kein Widerspruch. Über eine digitale Lösung.

Termin: 16.12.2020 um 17 Uhr

Die Vision des PLAYSPORTS-Teams ist Gruppen- und Spielsport on demand: Ohne jeglichen Orga-Aufwand und ohne langfristige Mitgliedschaft kann man Einzelsportarten wie Tennis, aber auch Mannschaftssportarten wie Basketball oder Fußball ausüben. Die App liefert alles, was man dafür braucht: Courts, Mitspieler, Trainings und Wettkampf.

So bringt PLAYSPORTS das Bedürfnis der Menschen nach flexiblen und einfachen Freizeitangeboten mit bestehenden Sportinfrastrukturen von Städten, Vereinen und kommerziellen Anbietern zusammen. PLAYSPORTS ist gerade die offizielle Sport-App der Stadt Düsseldorf geworden und schon über 100 Vereine haben sich mit PLAYSPORTS digitalisiert.

Im Vortrag geht es um die digitale Brücke, die durch PLAYSPORTS zwischen selbst- und vereinsorganisiertem Sport geschlagen wird. Worin genau besteht die große Chance für Vereine, wieder mehr Menschen auf ihrer enormen Infrastruktur beheimaten zu können?

Dr. Fabian Becker ist Co-Founder und CEO PLAYSPORTS GmbH

 

Motive und Bedürfnisse des Sporttreibens

Termin: folgt in Kürze

In diesem Workshop werden Motive und Bedürfnisse des Sporttreibens verschiedener Zielgruppen besprochen und Möglichkeiten zur zielgruppenspezifischen Gestaltung und Kommunikation von Bewegungsprogrammen und Sportangeboten diskutiert. Darüber hinaus werden theoretische Ansätze zur Bindung von Teilnehmer*innen an eine Sportaktivität vorgestellt und anhand von praktischen Beispielen erläutert

Prof. Dr. habil. Ines Pfeffer

Professorin für Medizinpädagogik mit dem Schwerpunkt Gesundheitswissenschaften an der MSH Medical School Hamburg.

Ergebnisse der Studie: Sport im Park in Bonn 2019

Termin: folgt in Kürze

„Sport im Park“ ist sicherlich eines der bekanntesten Programme zur Umsetzung von Bewegungsförderung im Rahmen kommunaler Gesundheitsförderung. Neben der Chance trägerübergreifend und interdisziplinär zu agieren, haben hier Vereine und/ oder Gesundheitskursanbieter die Chance, sich „zum Anfassen“ einer größeren Interessentengruppe vorzustellen. Mit niederschwelligen Angeboten sollen direkt die sog. vulnerablen Zielgruppen angesprochen werden. Damit „Sport im Park“ diesen Erfolg erzielen kann, müssen viele Akteure gewonnen und regionale oder kommunale Unterschiede berücksichtigt werden. Dieser Workshop soll dazu einladen, in einem offenen Dialog Impulse und Erfolgskriterien anderer Best-Practice-Projekte zusammenzutragen. Zuvor werden eine allgemeine Einführung zur kommunalen Gesundheit gegeben und die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begleitstudie von „Sport im Park“ 2019 in Bonn vorgestellt.    

Prof. Dr. Mathias Bellinghausen ist Professor für Prävention und Gesundheitskompetenz beim IUN - International University Network (u.a. „Hochschule für angewandtes Management“ und „Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport“)

Digitale Medien – und ihr Einfluss auf den Sportkonsum

Termin: folgt in Kürze

Im Rahmen dieses Beitrages werden die Ergebnisse einer zweiteiligen Studie zum Thema Digitalisierung im aktiven Sport vorgestellt und diskutiert, wobei ein spezieller Fokus darauf gelegt wird, wie die Digitalisierung den informellen Sport beeinflusst. Beispielhafte Fragestellungen sind, wie digitale Applikationen zur Trainingsunterstützung (Apps etc.) das informelle Sporttreiben fördern und welche Rolle Social Media Kanäle mit beispielsweise Trainings-Tutorials in diesem Kontext einnehmen. Ebenso wird analysiert, inwiefern die verschiedenen digitalen Applikationen und Medien dazu beitragen, dass zusätzlich zum institutionellen Sport informeller Sport betrieben wird oder ob diese Instrumente das Sporttreiben bestimmter Zielgruppen vom institutionellen in den informellen Sport verschieben, indem Facetten des institutionellen Sports (Trainerinstruktionen, soziale Interaktionen) durch digitale Lösungen ersetzt werden.

Da der Erhebungszeitraum mit dem Beginn der Corona-Krise zusammenfiel, wurde anhand einiger zusätzlicher Fragen erhoben, wie sich das (informelle) Sporttreiben während der Corona-Krise verändert hat. Dabei wird aufgezeigt, inwiefern das informelle Sporttreiben während der „Lockdown“-Phase aufgrund der vorrübergehenden Schließung von institutionellen Sportangeboten verändert hat und wie digitale Sportangebote („virtuelle Trainings“), die seitens Sportinstitutionen angeboten wurden, angenommen wurden.

Dr. Katharina Schoettl ist Dozentin an der Hochschule für angewandtes Management und leitet am Internationalen Fußballinstitut den Fachbereich Digitales Marketing.

Bewegungsförderung in Projekten nach § 20a SGB V - Umsetzung des Präventionsgesetzes in NRW

Termin: folgt in Kürze

Mit dem "Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention" wurden auf der Bundesebene neue Bedingungen für Präventionsaktivitäten geschaffen. Ziel ist es, eine höhere Lebensqualität und gute Gesundheit für möglichst viele Menschen - und vor allem für sozial benachteiligte Menschen - zu erreichen. In diesem Workshop wird das Handlungsfeld Bewegungsförderung im Rahmen des Präventionsgesetzes in NRW erörtert und ein Austausch zu Umsetzungsmöglichkeiten angeboten. Im Fokus stehen insbesondere das kassenübergreifende Antragsverfahren nach § 20a SGB V sowie eine Übersicht über Projekte der lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung mit Schwerpunkt Bewegung, die derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen / -verbänden in NRW gefördert werden.

Stephanie Funk ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW). Frau Funk ist der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW zugeordnet und in der Beratung zum kassenübergreifenden Antragsverfahren sowie in der Projektbegleitung tätig.

„Vitale Stadt Ahlen“ – ein Projekt der kommunalen Gesundheitsförderung

Termin: folgt in Kürze

Im Rahmen dieses Vortrags werden zunächst die grundsätzlichen Ziele des insgesamt gesundheitsförderlichen Projektes „Vitale Stadt Ahlen“ dargestellt und anhand dessen die Bedeutung der Verknüpfung von Verhaltens- und Verhältnisansätzen angesprochen.

Besonders herausgegriffen werden dabei Bedarfserhebungen (z.B. Erhebung zur Kindergesundheit an der Schnittstelle Kita-Schule oder Quartiersbefragungen) die als Grundlage für Maßnahmenentwicklung, auch für informelle Bewegungsangebote, zu sehen sind.

Darauf aufbauend werden Praxisbeispiele zu kommunal begleiteten und/ oder initiierten Bewegungsangeboten dargestellt, welche sich an alle Bürger*innen richten („Bewegung in der Innenstadt“) oder an spezielle Zielgruppen wie Personen mit Migrationshintergrund oder Ältere. In diesem dritten Teil soll besonders auf die Zugänge zu den Menschen eingegangen werden und auf Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen, um Motivation zu schaffen, zu erhalten oder zu steigern.

Daniela Noack ist bei der Stadtverwaltung Ahlen als kommunale Integrationsbeauftragte und seit 2018 im Rahmen des durch das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) geförderten Projektes „Vitale Stadt Ahlen“ in der primären Gesundheitsförderung tätig.

Sportpark Mottbruch – ein Projekt der kommunalen Gesundheitsförderung

Termin: folgt in Kürze

Klaus-Dieter Bugdoll stellt den Prozess des Baus eines multifunktionaler Sportparks vor. Den Mittelpunkt des neuen Sportparks bildet ein 13.000 Quadratmeter großer Rasenplatz für unterschiedlichste Sport- und Freizeitaktivitäten. Trendsportflächen, Laufbahnen und eine Wasserfläche sind ebenso vorgesehen. Eine autarke Energieversorgung ist geplant mit einem Blockheizkraftwerk für Laub und Grünschnitt. Das gesamte Gelände wird von einem beleuchteten Weg umrundet, der sich besonders für Nordic Walking eignet und den Gesundheits- mit dem Grünaspekt verknüpft. Der Sportpark Mottbruch ist zugleich das Eingangstor für das geplante Naherholungsgebiet Haldenlandschaft.

Klaus-Dieter Bugdoll ist Leiter des Amtes für Integration und Sport der Stadt Gladbeck.

Am 25.08.2021 ist eine Präsenzveranstaltung in Gelsenkirchen geplant.