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Sport und Gesundheit - August

Aktuelle Themen August

1. Bevölkerungsbefragung: Zufriedenheit mit den Vereinsangeboten im Gesundheitssport

1. Bevölkerungsbefragung: Zufriedenheit mit den Vereinsangeboten im Gesundheitssport

Der Landessportbund NRW hat in einer repräsentativen Befragung die Bekanntheit und die Akzeptanz des Gesundheitssports der nordrhein-westfälischen Sportvereine in der Bevölkerung erhoben. Wir stellen seit der Infomail Dezember 2015 regelmäßig einzelne Ergebnisse vor.

Danach haben 38 % der Befragten bereits einmal an einem von einer Krankenkasse bezuschussten Angebot teilgenommen. Davon allerdings nur 4 % an einem Gesundheitssportangebot eines Sportvereins. Dagegen geben 10 % ein Rehazentrum, 9 % eine Physiotherapieeinrichtung, 5 % ein Fitnessstudio, 4 % ein Krankenhaus und 2 % eine Volkshochschule als Anbieter des von ihnen genutzten Angebots an.

Bei der Zufriedenheit mit dem genutzten Angebot liegen die Sportvereine aber eindeutig vorne. 95 % der Befragten, die ein Gesundheitssportangebot im Verein genutzt haben, sind damit zufrieden. Bei Angebotsnutzung einer Physiotherapieeinrichtung sind es 91 %, eines Rehazentrums 89 %, eines Fitnessstudios 84 % und bei Nutzung eines Angebots eines Krankenhauses 82 %.

Sportvereinen wird von der Bevölkerung eine hohe Kompetenz und Qualität ihrer Gesundheitssportangebote zugeschrieben, dennoch mangelt es an Nachfrage.

Bei der Kompetenzzuschreibung schnitten die Sportvereine sehr gut ab. Auf die Frage „Wie kompetent im Gesundheitssport halten Sie die folgenden Anbieter?“ wiesen die Befragten den Sportvereinen auf einer 4rer-Skala von 1=sehr kompetent bis 4=gar nicht kompetent einen Wert von 1,98 zu. Zum Vergleich: Die Physiotherapieeinrichtung erreichte einen Wert von 1,4, die Krankenhäuser als Anbieter von Gesundheitssport einen Wert von 2,12, die Fitnessstudios 2,17, Volkshochschulen 2,35 und Wohlfahrtsverbände einen Wert von 2,49.

Obwohl die Qualität der Gesundheitssportangebote offensichtlich hoch ist und den Sportvereinen von der Bevölkerung eine hohe Kompetenz in diesem Bereich zugeschrieben wird, finden viele Menschen jedoch noch nicht den Weg in den Verein.

2. SPORT PRO GESUNDHEIT: Siegel in neuem Gewand

2. SPORT PRO GESUNDHEIT: Siegel in neuem Gewand

So sieht es aus, das neue Qualitätssiegel. Ab dem 4. Oktober 2016 wird es das bisherige Logo ablösen und alle SPORT PRO GESUNDHEIT-Urkunden und Werbeträger zieren.

Natürlich bleiben alle bereits ausgestellten Urkunden mit altem Logo weiterhin gültig. Eine neue Urkunde muss auch nicht vorzeitig beantragt werden. Wenn Sie das Qualitätssiegel für ein Angebot beantragen oder verlängern wollen, dann erhalten Sie ab Herbst 2016 die Urkunde in neuem Design. Sie müssen also gar nichts tun.

3. Serviceplattform des DOSB startet am 4. Oktober

3. Serviceplattform des DOSB startet am 4. Oktober

Die Ziellinie ist markiert: der 4. Oktober 2016. Dann startet die Serviceplattform des DOSB. Die Programmierung ist beendet, die Testphase beginnt und wird Anfang September 2016 abgeschlossen sein. Ab dem 15. September 2016 erhalten die Vereine die Zugangsdaten zur Serviceplattform.

Durch die neue digitale Plattform wird ein schnelles, unbürokratisches Antragsverfahren geschaffen, welches die Zertifizierung zweier Siegel mit nur einem Antrag ermöglicht:

> Das im Jahr 2000 vom DOSB in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelte Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT für gesundheitsorientierte Sportangebote in Sportvereinen…

>  …und das seit 2014 durch die Zentrale Prüfstelle Prävention vergebene Siegel „Deutscher Standard Prävention“ der Kooperationsgemeinschaft der Krankenkassen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und werden im September eine Infomail speziell zu diesem Thema mit allen relevanten Informationen versenden.

5. Ärztemangel in Herzgruppen: Alternativen nicht in Sicht

5. Ärztemangel in Herzgruppen: Alternativen nicht in Sicht

Von Teilnehmermangel kann bei Herzgruppen nicht die Rede sein. Diese Tatsache sollte für anbietende Sportvereine ein Grund zur Freude sein. Leider wird es zunehmend schwieriger, Ärzte für die vorgeschriebene Anwesenheit und Betreuung zu gewinnen. Diese Herausforderung ist nicht neu. Immer häufiger wird daher über alternative Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Warum diese „Alternativen“ derzeit keine sind und welche Tipps es trotzdem gibt, möchten wir kurz erläutern:

Eine Idee war der Einsatz von Rettungsassistenten in Herzgruppen. Offenbar hat ein Modellprojekt bezüglich solcher Betreuungskonstellationen den Eindruck erweckt, dass die ärztliche Anwesenheit ersetzbar sei. Dies ist definitiv nicht der Fall. Eine solche Lösung ist nicht möglich, da die Bedingungen klar in der „Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 1. Januar 2011“ der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) vorgegeben sind. Der betreuende Arzt begleitet demnach fachübergreifend die Tätigkeit des Übungsleiters und nimmt, je nach aktuellem Gesundheits- und Trainingszustand der Teilnehmer, ggf. gemeinsam Änderungen am Trainingsprogramm vor.

Die Anwesenheit eines Arztes zielt also nicht ausschließlich auf die Notfallsituation ab. Eine Abweichung von den geltenden Vorgaben, d.h. der zwingenden ärztlichen Präsenz, ist definitiv nicht möglich!

Tipps für Vereine:

> Medizinische Ausbildungszentren (Universitäten, Hochschulen, Kliniken) direkt kontaktieren (einzige Voraussetzung für die Tätigkeit ist eine Approbation).

> Auch berentete Ärzte können die Betreuung der Herzgruppen übernehmen.

> Prüfen, ob approbierte Ärzte unter den eigenen Mitgliedern sind.

6. „ekip-Werkzeugkasten“ für Gesundheitsförderung bei Familien mit Migrationshintergrund

6. „ekip-Werkzeugkasten“ für Gesundheitsförderung bei Familien mit Migrationshintergrund

Der ekip-Werkzeugkasten ist eine Sammlung von guten Beispielen, Erfahrungen und Tipps, die zum Wissenstransfer im Bereich der Gesundheitsförderung bei Familien mit Migrationshintergrund beitragen soll. Alle, die ein Angebot in diesem Bereich planen oder bereits umsetzen, finden hier konkrete Hilfestellungen für die Praxis. Ziel des Werkzeugkastens ist es, dass die Initiativen vor Ort von den Erfahrungen anderer Angebote profitieren, sich stärker austauschen und vernetzen – und so die Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit von Gesundheitsförderungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund verbessert werden. Zu den Initiatoren von ekip gehören u.a. die Deutsche Sportjugend, die Türkische Gemeinde in Deutschland und die Plattform Ernährung und Bewegung „peb“.

Weitere Informationen unter www.ekip-werkstatt.de 

7. Fachtagung „Migration und Gesundheitsförderung“ am 17.11. in Düsseldorf

7. Fachtagung „Migration und Gesundheitsförderung“ am 17.11. in Düsseldorf

Die Fachtagung „Migration und Gesundheitsförderung“, Möglichkeiten und Herausforderungen am Beispiel der Initiative „Lale – Iss bewusst & sei aktiv!“ möchte Akteure aus den Bereichen Gesundheitsförderung, Integration und Migration zusammenzubringen. Themen sind kulturspezifische Gesundheitsförderung und Prävention. Zudem sollen neue Ansatzpunkte für zukünftige Projekte entwickelt werden. Veranstalter ist die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern.

Neben einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Hacý-Halil Uslucan vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und einem Talk mit Lale-Trainer/-innen bieten vier Fachforen den Teilnehmer/-innen die Möglichkeit, sich auszutauschen:

> Ernährungsbildung kultursensibel gestalten
> Migrant/-innen in Bewegung: der Sportverein als Ort der Bewegung und Begegnung
> Neuzuwanderung und Flucht – alte, neue Herausforderung für die Familienbildung?
> Neue Wege, um Migrant/-innen für die Gesundheitsförderung zu gewinnen

Die Veranstaltung findet von 09.30 bis 15.30 Uhr in der Jugendherberge Düsseldorf, Düsseldorfer Str. 1, 40545 Düsseldorf statt und richtet sich bundesweit an Multiplikatoren.

Ansprechpartnerin:

Anja Kretzer, Projektkoordinatorin „Lale – iss bewusst & sei aktiv!“, Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb), Wallstraße 65, 10179 Berlin, Telefon: 030 27 87 97 – 70 (montags, mittwochs, donnerstags), lale@pebonline.de

Mehr über Lale – Iss bewusst & sei aktiv! unter www.lale-nrw.de.