Forschungsprojekt "SicherImSport"

Der Landessportbund NRW födert die Antragsstudie zu sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt. Die Online-Befragungen führt das Universitätsklinikum Ulm und die Bergische Universität Wuppertal durch.

Forschungsprojekt "SicherImSport"

Online-Befragung von Vereinsmitgliedern und Funktionär*innen

Die größte deutsche Breitensport-Studie zu sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt startet die Online-Befragungen. Beim durch den Landessportbund NRW geförderten Forschungsprojekt „SicherImSport“, dem sich mittlerweile neun weitere Landessportbünde angeschlossen haben, bittet in dieser Woche das beteiligte Universitätsklinikum Ulm per Link die Mitglieder von Sportvereinen um hilfreiche Antworten.

Eine weitere Befragung richtet sich parallel an die Vorsitzenden bzw. Geschäftsführungen sowie Ansprechpersonen zum Kinderschutz/zur Prävention sexualisierter Gewalt in den jeweiligen Stadt- und Kreissportbünden und Fachverbänden - verantwortlich für die Durchführung ist hierbei die Bergische Universität Wuppertal.

Die Teilnahme an der Studie ist innerhalb der nächsten drei Monate möglich.

Hier können Sie an der Studie teilnehmen

Um sich an der Studie zu beteiligen, nutzen Sie bitte folgenden Link:

https://ww2.unipark.de/uc/Vereinsmitgliederbefragung_SicherImSport/

Weitere Informationen zur Studie, finden Sie auf der Webseite des Universitätsklinikum Ulm oder auf der Webseite der Bergischen Universität Wuppertal.

Übersicht zu den Studienfragen
Wozu werden die Daten erhoben?

"Wir wollen und brauchen ein wirklich aussagekräftiges Bild der Situation im Breitensport mit seinen Risikofaktoren wie Abhängigkeiten und hierarchische Machtverhältnisse. Dabei helfen uns möglichst umfassende Daten zu Häufigkeit und Formen sexualisierter Grenzverletzungen“, verdeutlicht Dr. Birgit Palzkill, unabhängige Beauftragte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport des Landessportbundes NRW. „Tatsächlich ist bislang nicht klar, wie häufig es im gemeinnützig organisierten Vereinssport zu Belästigung und Gewalt kommt oder wie die Tatumstände sind. Auch interessiert es uns, wie Betroffene dies erleben und damit umgehen, aber auch wie die Vereine und regionalen Verbände mit Fällen von Grenzüberschreitungen umgehen“, erklären Prof. Dr. Bettina Rulofs (Leiterin im Arbeitsbereich Sportsoziologe/Uni Wuppertal) und Dr. Marc Allroggen (Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Ulm).

Sie sind selbst von sexualisierter Gewalt im Sport betroffen, dann wenden Sie sich bitte an die externe, unabhängige Beratungsstelle des Landessportbundes NRW für Betroffene von sexuellen Übergriffen, sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung:

Ladenburger&Lörsch
Rechtsanwältinnen
Neusser Straße 455
50733 Köln

Telefon: 02 21 / 97 31 28-54
Telefax: 02 21 / 97 31 28-55
E-Mail: info@ladenburger-loersch.de
Webseite:

http://www.ladenburger-loersch.de/


Alternativ können Sie sich auch vertrauensvoll an das Hilfstelefon des UBSKM wenden:

https://beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon

In der Ausgabe 06/2020 hat unser Verbandsmagazin "Wir im Sport" erstmals über die geplante Studie berichtet.

Wenn Sie noch mehr über die Hintergründe erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen diese Lektüre.

https://magazin.lsb.nrw/2006/d/sexualisierte-gewalt-im-sport

Die Deutsche Sportjugend (dsj) war Verbundpartner im Forschungsprojekt "Safe Sport", das  zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im organisierten Sport in Deutschland beitragen sollte (Laufzeit: 2014-2017).
Der "Safe Sport"-Forschungsverbund stellt mit den »Safe Sport«-Handlungsempfehlungen
eine wertvolle Arbeitshilfe zur zielgruppenspezifischen Organisationsentwicklung im Themenfeld Prävention von sexualisierter Gewalt zur Verfügung.

Zur Webseite des Forschungsprojektes "Safe Sport".