Forschungsprojekt "SicherImSport"

Der Landessportbund NRW födert die Antragsstudie zu sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt. Die Online-Befragungen führt das Universitätsklinikum Ulm und die Bergische Universität Wuppertal durch.

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Forschungsprojekt "SicherImSport"

Online-Befragung von Vereinsmitgliedern und Funktionär*innen

Die größte deutsche Breitensport-Studie zu sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt hat mit Online-Befragungen begonnen. Beim durch den Landessportbund NRW geförderten Forschungsprojekt „SicherImSport“, dem sich mittlerweile neun weitere Landessportbünde angeschlossen haben, bat das beteiligte Universitätsklinikum Ulm per Link die Mitglieder von Sportvereinen um hilfreiche Antworten.

Eine weitere Befragung richtete sich parallel an die Vorsitzenden bzw. Geschäftsführungen sowie Ansprechpersonen zum Kinderschutz/zur Prävention sexualisierter Gewalt in den jeweiligen Stadt- und Kreissportbünden und Fachverbänden - verantwortlich für die Durchführung war hierbei die Bergische Universität Wuppertal.
 

Zwischenergebnisse der Studie

Bei dem im August 2020 begonnenen und bundesweit ersten Breitensport-Forschungsprojekt „SicherImSport“, gefördert vom Landessportbund NRW und unter Beteiligung von zehn weiteren Landessportbünden, liegen den Verantwortlichen nach Abschluss der umfangreichen Datenerhebung von fast 4.400 befragten Vereinsmitgliedern konkrete Zwischenergebnisse vor: „Die Befunde unserer Online-Studie bestätigen, dass sexualisierte Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt auch im Vereinssport vorkommen. Deshalb sind der Ausbau von Maßnahmen zum Schutz vor Belästigung und Gewalt sowie Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Betroffene im Sport wichtig - dies hat ein großer Teil der Sportverbände erkannt und Maßnahmen zur Prävention eingeführt“, betonen Prof. Dr. Bettina Rulofs (Bergische Universität Wuppertal) sowie Dr. Marc Allroggen und Dr. Thea Rau (Universitätsklinikum Ulm) als wissenschaftliche Projektleitung.

Weitere Daten und ein entsprechendes Factsheet finden Sie hier.

Sie sind selbst von sexualisierter Gewalt im Sport betroffen, dann wenden Sie sich bitte an die externe, unabhängige Beratungsstelle des Landessportbundes NRW für Betroffene von sexuellen Übergriffen, sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung:

Ladenburger&Lörsch
Rechtsanwältinnen
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Telefon: 02 21 / 97 31 28-54
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Webseite:

http://www.ladenburger-loersch.de/


Alternativ können Sie sich auch vertrauensvoll an das Hilfstelefon des UBSKM wenden:

https://beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon

In der Ausgabe 06/2020 hat unser Verbandsmagazin "Wir im Sport" erstmals über die geplante Studie berichtet.

Wenn Sie noch mehr über die Hintergründe erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen diese Lektüre.

https://magazin.lsb.nrw/2006/d/sexualisierte-gewalt-im-sport

Die Deutsche Sportjugend (dsj) war Verbundpartner im Forschungsprojekt "Safe Sport", das  zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im organisierten Sport in Deutschland beitragen sollte (Laufzeit: 2014-2017).
Der "Safe Sport"-Forschungsverbund stellt mit den »Safe Sport«-Handlungsempfehlungen
eine wertvolle Arbeitshilfe zur zielgruppenspezifischen Organisationsentwicklung im Themenfeld Prävention von sexualisierter Gewalt zur Verfügung.

Zur Webseite des Forschungsprojektes "Safe Sport".