Headerbild Integration, Inklusion und Flüchtlinge im Sport: Gruppe einheimischer und Migrantenkinder

Integration und Sport

Der LSB NRW setzt sich für nachhaltige Integration ein. Dafür braucht es eine interkulturelle Öffnung der Vereine und Verbände – und der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

Sport mit Geflüchteten und viel mehr

Willkommenskultur und Offenheit sind gefragt

Integration braucht Offenheit. Die der (Neu-)Zugewanderten, aber auch die der Aufnahmegesellschaft, ihrer Menschen, Organisationen und Strukturen. Beide Seiten müssen aufeinander zugehen, damit Unterschiede nicht zu Grenzen verhärten. Deshalb ist Willkommenskultur so wichtig, auch im Sport.

Sehr viele Sportvereine in NRW haben in den letzten Jahren die soziale Integration geflüchteter Menschen und anderer Neuankömmlinge erleichtert. Sie bieten ihnen Bewegung, Spiel und damit Abwechslung in einem anfangs oft schwierigen Alltag. Sie bieten aber auch eine Gemeinschaft, soziale Kontakte - und bedeuten somit emotionalen Halt - sowie praktische Hilfe, etwa bei Behördengängen oder beim Deutsch lernen.

Solch ein Engagement, solch eine aktives Verständnis von Willkommenskultur nützt am Ende allen.

Hintergründe und Praxistipps zur Arbeit mit Geflüchteten gibt´s u. a. in der Broschüre „Flüchtlinge im Sportverein" und dem Wegweiser „Flüchtlinge im Sportverein". Außerdem finden Sie weitere Informationen unter „Service und Hintergrund“.

Anerkennungskultur: Zugewanderte werden Zugehörige

Was kommt nach dem Willkommensein? Wenn es gut läuft: die Anerkennung der Zugewanderten als selbstverständlich gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft. Denn ob Menschen gestern nach NRW gekommen sind oder vor 50 Jahren: Sie wollen Zugehörige werden statt „Zugewanderte“ zu bleiben. Der LSB NRW und seine Partner tun das Ihre, um ihnen dies zu ermöglichen – ihnen und ihren Nachkommen, von denen viele noch nicht heimisch geworden sind in ihrem Geburtsland.

So bekennen sich die Stützpunktvereine des Programms „Integration durch Sport“ zur kulturellen Vielfalt auf allen Ebenen bis hin zum Vorstand. Und wiederholt haben spezielle Projekte geholfen, die relativ geringe Präsenz bestimmter Gruppen im Sport zu steigern. So hat „spin – sport interkulturell“ hunderte Mädchen und junge Frauen mit Migrationsbiografie in Bewegung gebracht.

Weitere Informationen im Handlungskonzept des LSB NRW „Von der Willkommenskultur zur Integration"

Projekt „Willkommen im Sport" (WiS)

Neben direkter Unterstützung der Vereine und strategischer Unterstützung, etwa durch die Fachkräfte „Integration durch Sport", fördert der LSB NRW die Ausbildungen (Sporthelfer/-in und Übungsleiter/-in-C-Ausbildung) für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Das Ziel: Nachwuchs fürs Ehrenamt, der den Draht zu anderen Neuzugewanderten verkürzt.

Hintergründe und Praxistipps zur Qualifizierungen mit Geflüchteten gibt es außerdem in drei Dokumentationen und im Handlungsleitfaden "Rund um die Qualifizierung von Menschen mit und ohne Flucht- und Zuwanderungsgeschichte" - Handlungsempfehlungen auf häufig gestellte Fragen der Organisatoren und Lehrteamer/-innen. Zudem finden Sie weitere Informationen direkt in unserem Qualifizierungsportal oder in einer Aufstellung unserer Angebote.

Das Projekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Landessportbund NRW gefördert.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des DOSB.


Ein flächendeckendes Fachkräftesystem

Integrationsarbeit braucht das geordnete, effiziente Zusammenspiel der Beteiligten: Das gilt nicht nur, aber besonders in Zeiten der starken Neuzuwanderung. Deshalb hat der LSB NRW 2016 mit Landes- und Bundesmitteln ein System von Fachkräften „Integration durch Sport“ aufgebaut.

Sie sind bei den Stadt- und Kreissportbünden in NRW sowie acht ausgewählten Fachverbänden tätig und wirken in mehrfacher Hinsicht als Scharniere – oder auch Integrationslotsen. So tragen sie die Konzepte und Vorgaben des LSB NRW an die Basis heran und spiegeln dem Dachverband deren Bedürfnisse und Erkenntnisse zurück.

Zudem beraten die Fachkräfte die ihrem Bund respektive Fachverband angeschlossenen Sportvereine und bringen diese mit anderen Integrationsakteuren in Kontakt, von Flüchtlingsunterkünften bis zu Schulen. Und sie beteiligen sich im Namen von SSB/KSB und LSB NRW selbst an lokalen Netzwerken, treten in Kontakt zu Politik, Verwaltung und anderen Organisationen vor Ort. Ziel: Das Bewusstsein der Partner für die integrative Kraft des Sports zu steigern und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Auf dass stimmige, also orts- respektive sportartspezifische Integrationskonzepte entstehen können.

Weitere Informationen:

Vereinsförderung und -beratung

Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS) war und ist der Ausgangspunkt für die integrative Arbeit des LSB NRW. Im Kern sieht es vor, die interkulturelle Öffnung so genannter Stützpunktvereine anzuregen und zu begleiten: Der LSB und die Fachkräfte der lokalen Bünde und der Fachverbände (siehe oben) berät diese Vereine vor und während des Öffnungsprozesses und fördert gegebenenfalls spezielle Bewegungsangebote oder Fortbildungen. Wobei sie ihre Unterstützung nicht auf Stützpunkte des Programms beschränken: Sie stehen allen Vereinen offen.

Hier finden Sie weitere Infos zum Profil von Stützpunktvereinen. Weitere Mittel für die sportbezogene Integrationsarbeit stehen im Rahmen der Landesprogramme „1000 x 1000“  und „KOMM-AN NRW“ (Arbeit mit Flüchtlingen und Neuzugewanderten) zur Verfügung.

Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben oder eine persönliche Auskunft wünschen, können Sie sich auch an die Mitarbeiter/-innen des LSB-Kompetenzzentrums Integration und Inklusion wenden. Oder Sie treten mit der für Ihre Region zuständigen Fachkraft Integration durch Sport in Kontakt.  

Arbeit mit Geflüchteten: Infos zu Versicherung und Steuerrecht

Die Sporthilfe NRW e. V. hat den Versicherungsschutz für Asylbewerber und Geflüchtete bei sportlichen Aktivitäten in den LSB-Mitgliedsorganisationen und deren Vereinen durch einen Zusatzvertrag sichergestellt. Weitere Infos zum Versicherungsschutz für Geflüchtete im Sport.

Manche Sportvereine entwickeln zudem nicht nur Sportangebote für Geflüchtete, sie möchten auch finanzielle Unterstützung leisten oder Sachspenden sammeln. Hieran sahen sie sich früher durch die strengen Regeln des Gemeinnützigkeitsrechts gehindert. Doch das Bundesfinanzministerium hat Ausnahmeregeln für die Flüchtlingshilfe im Sportverein beschlossen, die bis mindestens Ende 2018 gelten.

Die Partner des LSB NRW im Bereich Integration durch Sport

Der LSB arbeitet beim Thema Integration nicht nur eng mit den Mitgliedern im Verbundsystem des Sports von NRW zusammen, also den Bünden, Verbänden und Vereinen. Sondern insbesondere auch mit dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie seinen Mittelgebern, dem Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Auf Landesebene ist natürlich die Unterstützung der Regierung von NRW entscheidend. Auch hat sich seit Gründung des Kompetenzzentrums die Verbindung zu anderen Integrationsakteuren intensiviert, so zur Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) und zum Landesintegrationsrat. Beide sind zentrale Partner des LSB beim Aufbau kommunaler Integrationsnetzwerke.

Kontaktdaten dieser und weiterer Kooperationspartner und Integrationsexperten


Ihre Ansprechpartner/-innen

Barbara Konarska
Kompetenzentrum Integration und Inklusion
Referentin Integration durch Sport
Tel. 0203 7381-647
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Robin Schneegaß
Kompetenzentrum Integration und Inklusion
Referent Integration durch Sport
Tel. 0203 7381-828
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Gülsum Tutar
Kompetenzentrum Integration und Inklusion
Referentin Integrationsnetzwerke
Tel. 0203 7381-839
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Serpil Kaya
Kompetenzentrum Integration und Inklusion
Referentin Integration, Flüchtlinge
Tel. 0203 7381-749
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Thorsten Aberfeld
Kompetenzentrum Integration und Inklusion
Sachbearbeiter Integration durch Sport
Tel. 0203 7381-773
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Dorina Gerdes
Kompetenzentrum Integration und Inklusion
Sachbearbeiterin Integration durch Sport
Tel. 0203 7381-807
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Jutta Kisters
Kompetenzentrum Integration und Inklusion
Sachbearbeiterin Integration durch Sport
Tel. 0203 7381-928
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