Headerbild Sporträume & Umwelt: Sportstadion

Sporträume & Umwelt

Bedarfsgerechte Sport- und Bewegungsräume sind eine elementare Voraussetzung für jegliche Art von Bewegung, Spiel und Sport. Der Landessportbund NRW engagiert sich für eine ressourcenschonende Sportstättenentwicklung und eine natur- und landschaftsverträgliche Sportausübung.

Sportstätten und Sporträume in NRW

Modernisierungsbedarf - Förderungen - Nachhaltigkeit

Kein Sport ohne Räume und eine intakte Umwelt! Wegen der großen Bedeutung von Sportanlagen aller Art (Sportplätze, Hallen, Spielflächen etc.) für die Vereinsentwicklung widmet sich der Landessportbund NRW  verschiedenen Aspekten und Fragestellungen des Themas Sporträume und Umwelt. Insbesondere sind das:

  • der Modernisierungsbedarf bei traditionellen Sportstätten
  • die Nachhaltigkeit von Sportstätten
    - traditionelle Sportanlagen müssen weiterentwickelt werden
    - Multifunktionale Sportanlagen sind gefragt
    - Energetische Sanierung (dazu bieten wir einen »Öko-Check an)
  • die zunehmende Übertragung der Schlüsselgewalt und der Steuerung kommunaler Sportstätten an Sportvereine
  • die Umnutzung nichtsportlicher Räume und Flächen
  • barrierefreie Sportstätten (aufgrund der Bedeutung für Sportvereine im Hinblick auf die demografischen Entwicklung)
  • Förderungsmöglichkeiten (bei Investitionen, Energiemaßnahmen)

Ansprechpartnerin

Simone Theile
Referentin Sporträume/Umwelt/Klimaschutz
Tel. 0203 7381-837
»E-Mail schreiben

Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“

Mit einem bisher in Nordrhein-Westfalen einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten stärkt das Land seine Stellung als Sportland Nummer Eins. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung, von denen Sportvereine und -verbände profitieren können.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie »hier.

Klima Champions NRW

Auszeichnung für Klima- und Umweltschutz im Sportverein

Sport treiben  - Klima- und Umweltschutz bewegen

Überall dort, wo Menschen Sport treiben, werden Wasser und Energie verbraucht, fällt Müll an und das Treibhausgas CO2 wird freigesetzt. Den rund 5 Millionen aktiven Sporttreibenden in den 18.300 Sportvereinen in Nordrhein-Westfalen ist Klima- und Umweltschutz sowie ein schonender Umgang mit Ressourcen zunehmend ein wichtiges Anliegen.
Wir suchen Deinen Verein als Vorbild und wollen anderen zeigen, dass gemeinsamer Sport nicht nur Spaß macht, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beitragen kann!
    
Klimasportlicher Verein - wo ansetzen?

Das Vereinsheim, die Sport-Veranstaltung, der Trainingsbetrieb. In sämtlichen Bereichen des Vereinslebens lassen sich Initiativen zu mehr Klima- und Umweltschutz ergreifen.
Dabei geht es weniger um die bauliche Optimierung der Sportstätten als um das Engagement des Einzelnen und die Aktivierung guter Ideen. Bewusstsein schaffen und zum Handeln bewegen - allein die Aktivierung der Vereinsmitglieder kann einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

Beispielhaft hierfür stehen Initiativen zur Energieeffizienz durch Verhaltensänderung, Mobilitätskonzepte für den Vereinssport, Anwendung erneuerbarer Energien im Vereinsheim, Ausrichtung klimafreundlicher Sportevents sowie einzelne Maßnahmen zur Regenwassernutzung und Begrünung oder auch Reduzierung von Abfällen.

Euer Verein…
…ist ein gutes Beispiel?
…möchte andere Sportlerinnen und Sportler  motivieren?
…möchte sich zum Klima- und Umweltschutz austauschen und vernetzen?
Dann bewirbt euch bei „Klima Champions NRW“.

Drei Schritte zur Teilnahme:

  1. Informationen und Bewerbungsbogen (in Kürze hier herunterzuladen) einholen
  2. Eigene Aktion und Initiative zum Klima- und Umweltschutz beschreiben
  3. Ausgefüllten Bewerbungsbogen bis zum 31. März 2020 einreichen (per Mail an Simone.Theile@lsb.nrw)

Warum mitmachen?

  • Vorreiter sein und Umweltbewusstsein vorleben
  • Eigenen Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft leisten und dafür honoriert werden
  • Identifikation mit dem eigenen Verein stärken und nach außen repräsentieren
  • Austausch und Vernetzung mit Gleichgesinnten

Was gibt es zu gewinnen?

  • Prämierung im Rahmen einer Auszeichnungsveranstaltung u. a. mit Sports For Future-Botschafter und Paralympics-Sieger Holger Nikelis
  • Öffentlichkeitsarbeit über die Medien des LSB NRW
  • Preisgeld, dotiert mit insgesamt 5.000 Euro

Die Partner

Die Auszeichnung ist eine gemeinsame Initiative des Landessportbunds NRW und der EnergieAgentur NRW.
Als Partner ist zudem die Sports For Future-Initiative dabei, vertreten mit dem Botschafter und Paralympics-Sieger Holger Nikelis.
Die NRW.BANK unterstützt die Auszeichnung mit einem Preisgeld über insgesamt 5.000 Euro.

Weitere Informationen zum klimafreundlichen Sportverein
Ihre Ansprechpartnerin beim Landessportbund NRW ist Simone Theile.

Energieeffiziente Sportstätten

Der Betrieb von Sportstätten bedeutet für den Sportverein, bzw. die Betreiber der Sportstätte laufende Kosten für die Ver- und Entsorgung mit Wärme, Wasser und Strom. Der Energieaufwand verursacht zudem klimarelevante Emissionen:  Laut Öko-Institut entstehen für den Betrieb deutscher Sportstätten jährlich CO2-Emissionen in Höhe von rund 7,4 Millionen Tonnen Treibhausgasen. Das entspricht der anderthalbfachen Menge an Emissionen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Dabei sind die sportbedingten Emissionen des Verkehrs, der Produktion und des Verbrauchs von Sportartikeln und die Errichtung von Sportstätten noch gar nicht berücksichtig.

Zwei Gründe also, Energie beim Betrieb von Sportanlagen einzusparen: Das Klima schützen und die Vereinskasse entlasten.

Wo können Sportvereine und Sportstätten-Betreiber ansetzen, um die Sportanlage energieeffizient zu betreiben?

Der Landessportbund bietet den Öko-Check für Sportstätte an. Hier können Sportvereine kostengünstig eine umfangreiche und professionelle Bestandsaufnahme der energetischen und ökologischen Situation ihrer Sportanlage erhalten .

Die EnergieAgentur.NRW hat gemeinsam mit dem Landessportbund NRW die Broschüre „Beleuchtung von Sportstätten“ erarbeitet. Diese bietet Sportvereinen und kommunalen Verwaltungen Infos rund um das Thema energiesparendes Licht für Sporthalle und -platz.

Die Broschüre „Energieeffiziente Sportstätten“ zeigt anhand von Vereinsbeispielen aus NRW, wie Sport und Klimaschutz verbunden werden können. Beide Broschüren können unentgeltlich bei der EnergieAgentur.NRW bezogen oder im Internet abgerufen werden.

Zu den Broschüren:

Broschüre „Beleuchtung von Sportstätten“

Broschüre  „Energieeffiziente Sportstätten“

Förderprogramm "Kommunalrichtlinie 2019"

Kommunalrichtlinie 2019: Ein Förderprogramm auch zur energetischen Ertüchtigung Ihrer Sportstätte - Neuerungen machen das Programm für Sportvereine noch attraktiver
 
Für die energieeffiziente Sanierung der Umkleide, des Vereinsheims oder der Sportanlage können Sportvereine Förderungen aus dem Bundes-Programm „Kommunalrichtlinie“ beantragen und Zuschüsse zwischen 25 und 45 Prozent erhalten. Neu ist, dass Vereine aus Braunkohle-Regionen, z. B. dem Rheinischen Revier, zusätzlich eine um bis 15 Prozent erhöhte Förderung erhalten.  
Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken, schützen nicht nur die Umwelt, sondern senken auch die Betriebskosten und damit wird langfristig Geld gespart, das in andere Bereiche des Vereinslebens investiert werden kann.

Gefördert werden z. B. der Austausch der Beleuchtungssysteme (Innen wie Außen), raumlufttechnische Anlagen, regelbare Pumpen in Schwimmbädern, Verschattungsvorrichtungen, die Optimierung von Rechenzentren/Serverräumen oder der Warmwasserbereitungsanlage sowie die Errichtung von Radabstellanlagen.

Sportvereine können einen Antrag stellen, wenn sie Eigentümer der Anlage sind und, seit 2019, auch Vereine die Pächter der Sportstätte sind.
Dieses Jahr ist der Antragszeitraum noch bis zum 30. September geöffnet und dann wieder vom 01. Januar bis zum 31. März 2020.

Eine Kombination mit anderen Finanzierungsmöglichkeiten wie dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ und einem Kredit über NRW.BANK.Sportstätten ist möglich. Ein „Öko-Check“ durch einen Energieberater kann im Vorfeld den Verein unterstützen, wo und wie Energieeinsparpotentiale vorhanden sind. Infos zum Öko-Check finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie sowie hier.

Ihre Ansprechpartnerin beim Landessportbund NRW ist Simone Theile.

Veranstaltungsreihe „Sportstätten schaffen und erhalten – Möglichkeiten der Finanzierung"

Nach der hohen Beteiligung an den Informationsveranstaltungen des Jahres 2017 finden auch 2018 wieder neun Veranstaltungen unter dem Titel „Sportstätten schaffen und erhalten – Möglichkeiten der Finanzierung“ in ganz Nordrhein-Westfalen statt. Sie richten sich im Besonderen auch an die Vertreterinnen und Vertreter der SSV/GSV, interessierter Vereine sowie der kommunalen Verwaltungen und der Politik. Wegen der Bedeutung des Themas bieten wir zentrale Veranstaltungen in jedem Regierungsbezirk an. Die Veranstaltungsorte sind Meschede, Holzwickede, Gütersloh, Steinfurt, Borken, Siegburg, Aachen, Duisburg und Viersen.

Detlef Berthold aus der Abteilung Sport und Ehrenamt der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und Achim Haase vom Landessportbund NRW geben einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten von der Sportpauschale über das Sportstättenfinanzierungsprogramm der NRW.Bank bis zu speziellen Förderungen von Energieeinsparungsmaßnahmen. Es gibt Raum für Nachfragen und den Erfahrungsaustausch untereinander. Details zu den Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Einladung. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahmemöglichkeit begrenzt ist.

Hier finden Sie die PDF-Einladung, die mit Formulardateien verknüpft ist, die bei elektronischer Weitergabe direkt per E-Mail oder als Ausdruck zur Anmeldung genutzt werden können. Die Anmeldung erfolgt direkt bei den mitveranstaltenden Bünden.
Je nach Browsereinstellung (Beispiel Firefox) muss das Formular zunächst abgespeichert werden, um die Funktionen nutzen zu können.

Einladung zur Veranstaltungsreihe „Sportstätten schaffen und erhalten – Möglichkeiten der Finanzierung"

Im Rahmen der Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB) luden der Landesportbund NRW und der DOSB am 8. November 2017 zum Kommunal-Forum NRW – Sport trifft Kommune nach Köln ein. In der Informationsveranstaltung diskutierten Vertreter/-innen aus Sportvereinen, Sportorganisationen und Kommunen über Themen an der Schnittstelle zwischen organisiertem Sport und kommunaler Sportverwaltung. Schwerpunktthema in diesem Jahr waren die Sportstätten im Spannungsfeld von Immissionsschutz, Stadtentwicklung und Sanierungsstau.

Einen Blick in die Zukunft warf Achim Haase vom LSB NRW, der angesichts der zunehmenden Verdichtung der Kommunen, des anhaltenden Bedarfs an neuer Wohnbebauung und der Bemühungen um Verringerung des Flächenverbrauchs die Frage stellte „Deutschland 2020 – Geht dem Sport der Raum aus?“.

Deutschland 2020 - Kein Raum mehr für den Sport?

Fragen der Finanzierung und der Sportstättenförderung wurden in zwei weiteren Vorträgen behandelt:

Sportstätten schaffen und erhalten - Möglichkeiten der Finanzierung
Was bedeuten die Änderungen des GFG für den Sport?

Energiekosten Sparen im Sportverein
Mit dem Öko-Check erhalten Vereine eine besonders kostengünstige, umfangreiche und professionelle Bestandsaufnahme der energetischen und ökologischen Situation Ihrer Sportanlage. Mit Hilfe der individuellen Empfehlungen können diese gezielt verbessert und damit mittelfristig Kosten gespart werden, die für andere Vereinsprojekte zur Verfügung stehen

Weitere Informationen dazu finden Sie »hier und im Flyer.

Flyer Öko-Check

Investitionen in Sportstätten
Das Programm NRW.BANK.Sportstätten bietet gemeinnützigen Vereinen und Verbänden langfristige Finanzierungen zu attraktiven Konditionen für ihre Investitionen in Sportstätten. Möglich wird dies durch die Refinanzierung der KfW-Förderbank.
Weitere Informationen und Finanzierungsvoraussetzungen finden Sie hier:

» Förderung der Sportstättenlandschaft


Klimaschutzinvestitionen

Seit dem 1. Juli 2016 besteht für Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus zudem die Möglichkeit, Zuschüsse für Klimaschutzinvestitionen zu beantragen. Dies wurde durch eine Änderung der Förderbedingungen der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ möglich, für die sich der DOSB seit Jahren beim Bundesumweltministerium eingesetzt hat.
Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen finden Sie hier:

» Zusammenfassung der Kommunalrichtlinie 2017 - für Sportvereine

» Informationsseite des Bundesumweltministeriums zu Fördermöglichkeiten


Heizungsoptimierung
Alte Heizungs- und Warmwasserzirkulationspumpen verbrauchen sehr viel Energie. Durch den Austausch gegen hocheffiziente geregelte Pumpen können die Energiekosten deutlich gesenkt werden. Ab 1. August 2016 werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Ersatz von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie der hydraulische Abgleich am Heizsystem mit bis zu 30% der Nettokosten gefördert. Dabei sind auch Vereine ausdrücklich förderberechtigt. Nähere Informationen finden Sie hier:

» Informationen zur Pumpenförderung des BAFA

Die spezifischen Möglichkeiten der Sportstättenförderung durch die EU hat der DOSB in einem aktuellen Faltblatt aufgearbeitet.

»Sportstättenförderung durch die EU


Die Europäische Kommission hat einen einführenden „Leitfaden für EU-Förderung“ veröffentlicht. Das 36-seitige Dokument enthält grundsätzliche Erläuterungen zu den Bewerbungsverfahren der aktuellen Förderprogramme in der Periode 2014-2020.

» Leitfaden für EU-Förderung

In einem dicht besiedelten Land wie Nordrhein-Westfalen stehen Sport, Natur und Umwelt in einem besonderen Spannungsverhältnis.
Der Landessportbund NRW bekennt sich deshalb klar zu seiner Mitverantwortung für den Schutz der Umwelt. Er will Partner sowohl für Naturschutz- und Umweltverbände, Verwaltung und Politik sein wie auch für alle Sporttreibenden.   

Weitere Informationen erhalten Sie von Simone Theile.

Seit Anfang September ist die Reform der Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) in Kraft getreten. Damit haben die jahrelangen Bemühungen eines Bündnisses aus DOSB, Landessportbünden und DFB sowie der Sportministerkonferenz und kommunaler Verbände zu einem ersten Erfolg geführt.

Die Neuregelung gibt dem Sport mehr Rechtssicherheit und ermöglicht Sportaktivität auch in verdichteten urbanen Räumen – angesichts der starken Bevölkerungszunahme in deutschen Städten eine zentrale Voraussetzung vor allem auch für die Metropolregionen an Rhein und Ruhr.

Die Immissionsrichtwerte für die problematischen abendlichen Ruhezeiten von 20 bis 22 Uhr sowie die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr wurden nun an die tagsüber geltenden Werte angepasst, was einer Erhöhung um 5 Dezibel entspricht. Diese Änderungen ermöglichen eine Ausdehnung des Zeitraums, während dessen Sportanlagen in den Ruhezeiten ohne eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte genutzt werden können. Eine Sportanlage, die bisher wegen ihrer Nähe zur Wohnbebauung innerhalb der abendlichen Ruhezeiten nur 40 Minuten genutzt werden konnte, ist aufgrund der Neuregelung während der gesamten zweistündigen Ruhezeit nutzbar.

Immer stärkere Verdichtung der Städte

Die Reform berücksichtigt auch die immer stärkere Verdichtung der Städte, die zu einem engeren Nebeneinander von Wohnen und Sport führt. Durch die Anpassung der Richtwerte in den Ruhezeiten kann der für eine uneingeschränkte Sportausübung notwendige Mindestabstand vom Spielfeldmittelpunkt zur Wohnbebauung verringert werden – in einem allgemeinen Wohngebiet beispielsweise von ca. 150 Meter auf ca. 85 Meter. Die städtebaulich erstrebte Verdichtung von Innenstädten wird hierdurch begünstigt, zugleich werden die Nutzungsmöglichkeiten der Sportanlagen gewahrt.

Mit der Konkretisierung des sogenannten Altanlagenbonus soll gewährleistet werden, dass der Sportbetrieb auch bei Umbauten und Nutzungsänderungen und einer leichten Überschreitung der Lärmschutzwerte aufrechterhalten werden kann. Der Gesetzgeber folgt damit dem Beispiel von Nordrhein-Westfalen, wo bereits 2014 von einer Arbeitsgruppe von Umwelt- und Sportministerium, Landessportbund und Kommunen ein Erlass zum Umgang mit dem Altanlagenbonus erarbeitet wurde. Für Sportanlagen, die bereits vor 1991 genehmigt oder zulässigerweise ohne Genehmigung errichtet worden sind, soll der Altanlagenbonus anhand einer Auflistung von Maßnahmen, die den Bonus in der Regel nicht in Frage stellen, näher konkretisiert werden („Positivliste“).

Bedauerlicherweise wurden einige Vorschläge des Sports und seiner Partner nicht aufgegriffen. So wurde die seit 2011 für Kinderspielplätze, Kitas und Bolzplätze geltende Kinderlärmprivilegierung nicht auf Sportanlagen übertragen. Damit gibt es nach wie vor die nicht nachvollziehbare Situation, dass dieselben Kinder auf Sportanlagen wie Kinder 2. Klasse behandelt werden.

Text: Achim Haase

Die Natursportverbände Nordrhein-Westfalen sind ein Zusammenschluss von Fachverbänden unter dem Dach des Landessportbundes. Sie setzen sich individuell und gemeinsam dafür ein, dass Sport und Erholung im Einklang mit der Natur stattfinden. Gemeinsam vertreten sie die Interessen ihrer Vereine in den Gremien des Sports, suchen den Kontakt zu spezifischen Interessengruppen, wie beispielsweise der Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, der Luftfahrt, der Fischerei und dem Naturschutz. Sie unterstützen den Landessportbund bei der Interessenvertretung des Sports in den Unteren und Höheren Naturschutzbehörden sowie gegenüber dem Umweltministerium.

Überraschende Regengüsse, brütende Hitze oder eisiger Wind sind für Natursportler ein akzeptierter Ausgleich für berührende Sonnenaufgänge an einem See, den Anblick einer Rehfamilie in der Ruhe eines Waldes oder ähnliche Augenblicke im Einklang mit der Schöpfung. Natursportler wissen, dass ein solches Naturerlebnis nicht zum Nulltarif zu haben ist. Der Preis wird allerdings nicht in Euro und Cent gemessen. Vielmehr besteht die Währung aus Verständnis, Wissen und Rücksichtnahme. Eine der Kernaufgabe aller Natursportverbände ist es deshalb, den Sporttreibenden Wissen und Handlungskompetenzen einer umweltverträglichen Ausübung der Sportart in der Natur zu vermitteln. Dazu gehört auch, über besondere gesetzliche Regelungen zu informieren.

Projekte und Initiativen
#beimSportgelernt

Das erste gemeinsame Projekt ist die Beteiligung an der Kampagne „Das habe ich beim Sport gelernt“. Seit Oktober 2017 ist in jeder der drei Motivreihen eine starke Aussage zum Bildungspotenzial des Natursports vertreten. Damit wird deutlich, dass im Vereinssport Umweltbildung stattfindet.
Die Motive „Schöpfung respektieren“, „Naturschutz“ und „Freundliche Ansprache, sachliche Aussprache, klare Absprache“ wurden mit Unterstützung des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und des Deutschen Olympischen Sportbundes von mehreren Verbänden entwickelt:
Hier geht´s zu den »Motiven.

Weitere Ideen:
Die Entwicklung eines Kinderbewegungsabzeichens im Bereich Natursport ist angedacht, genauso wie ein Antrittsbesuch bei den Politikverantwortlichen.

Footerbild Sporträume & Umwelt: Schwimmerin im Hallenbad