Headerbild Sporträume & Umwelt: Sportstadion
Sporträume & Umwelt

Bedarfsgerechte Sport- und Bewegungsräume sind eine elementare Voraussetzung für jegliche Art von Bewegung, Spiel und Sport. Der Landessportbund NRW engagiert sich für eine ressourcenschonende Sportstättenentwicklung und eine natur- und landschaftsverträgliche Sportausübung.

Sportstätten und Sporträume in NRW

Modernisierungsbedarf - Förderungen - Nachhaltigkeit

Kein Sport ohne Räume und eine intakte Umwelt! Wegen der großen Bedeutung von Sportanlagen aller Art (Sportplätze, Hallen, Spielflächen etc.) für die Vereinsentwicklung widmet sich der Landessportbund NRW  verschiedenen Aspekten und Fragestellungen des Themas Sporträume und Umwelt. Insbesondere sind das:

  • der Modernisierungsbedarf bei traditionellen Sportstätten
  • die Nachhaltigkeit von Sportstätten
    - traditionelle Sportanlagen müssen weiterentwickelt werden
    - Multifunktionale Sportanlagen sind gefragt
    - Energetische Sanierung (dazu bieten wir einen »Öko-Check an)
  • die zunehmende Übertragung der Schlüsselgewalt und der Steuerung kommunaler Sportstätten an Sportvereine
  • die Umnutzung nichtsportlicher Räume und Flächen
  • barrierefreie Sportstätten (aufgrund der Bedeutung für Sportvereine im Hinblick auf die demografischen Entwicklung)
  • Förderungsmöglichkeiten (bei Investitionen, Energiemaßnahmen)

Ansprechpartner

Achim Haase
Referent Sporträume/Umwelt/Klimaschutz
Tel. 0203 7381-837
»E-Mail schreiben

Logo Energie & Umwelt Niederrhein
Kommunal-Forum NRW - Sport trifft Kommune am 8. November 2017

Im Rahmen der Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB) laden der Landesportbund NRW und der DOSB am 8. November 2017 zum Kommunal-Forum NRW – Sport trifft Kommune nach Köln ein. In der Informationsveranstaltung diskutieren von 10:30 bis 13:30 Uhr Vertreter/-innen aus Sportvereinen, Sportorganisationen und Kommunen über Themen an der Schnittstelle zwischen organisiertem Sport und kommunaler Sportverwaltung. Schwerpunktthema in diesem Jahr sind die Sportstätten im Spannungsfeld von Immissionsschutz, Stadtentwicklung und Sanierungsstau.

Andreas Klages, stellvertretender Direktor Sportentwicklung im DOSB berichtet zunächst darüber „Was die Anpassung der Sportanlagenlärmschutzverordnung für die Sportvereine bedeutet“.

Einen Blick in die Zukunft wirft Achim Haase vom LSB NRW, der angesichts der zunehmenden Verdichtung der Kommunen, des anhaltenden Bedarfs an neuer Wohnbebauung und der der Bemühungen um Verringerung des Flächenverbrauchs die Frage stellt „Deutschland 2020 – Geht dem Sport der Raum aus?“.

Nach der Pause geht es unter dem Titel „Sportstätten schaffen und erhalten – Möglichkeiten der Finanzierung“ darum, wie angesichts des z.T. gravierenden Sanierungsstaus die derzeit vorhandenen Fördermöglichkeiten genutzt werden können, um Sportstätten zu erhalten, zu modernisieren oder neu zu bauen. In diesem Zusammenhang möchten wir mit Ihnen gemeinsam einen Blick auf die Frage werfen „Was bedeuten die Änderungen des Gemeindefinanzierungsgesetzes für den Sport?“. Achim Haase berichtet über geplante Veränderungen bei der Sportpauschale. Ob diese eher Chance oder Gefahr für die kommunale Sportstättenfinanzierung sind, möchten wir mit Ihnen gemeinsam diskutieren.  

  • Einladung
  • Programm
  • Anmeldung (je nach Bowser bitte zuvor die Datei auf dem Rechner speichern, damit der "Senden-Button" funktioniert)


Der Versand der Berechtigungscodes für die Einlösung der kostenlosen Eintrittskarte erfolgt am 06.11.2017

Kostenlose Vereinsberatung auf der Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen am 09.11.2017

Kostenlose Vereinsberatung auf der Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen am 09.11.2017

Am 9. November, dem Tag des Sportvereins, bietet der Landessportbund NRW wieder eine kostenlose Sportraumberatung für NRW-Sportvereine an, inklusive einer Tageskarte zum Besuch der Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB) in Köln. Die Beratungen finden am gemeinsamen Stand des DOSB und der Landessportbünde (Messestand 71 in Halle 10.2 der Koelnmesse) statt. Die Vergabe der begrenzten Termine erfolgt nach Meldungseingang.

Der Versand der Berechtigungscodes für die Einlösung der kostenlosen Eintrittskarte erfolgt am 06.11.2017

Einladung und Online-Anmeldung zur Vereinsberatung
(je nach Bowser bitte zuvor die Datei auf dem Rechner speichern, damit der "Senden-Button" funktioniert)

Öko-Check

Energiekosten Sparen im Sportverein
Mit dem Öko-Check erhalten Vereine eine besonders kostengünstige, umfangreiche und professionelle Bestandsaufnahme der energetischen und ökologischen Situation Ihrer Sportanlage. Mit Hilfe der individuellen Empfehlungen können diese gezielt verbessert und damit mittelfristig Kosten gespart werden, die für andere Vereinsprojekte zur Verfügung stehen

Weitere Informationen dazu finden Sie »hier und im Flyer.

Flyer Öko-Check

Förderung der Sportstättenlandschaft in NRW

Investitionen in Sportstätten
Das Programm NRW.BANK.Sportstätten bietet gemeinnützigen Vereinen und Verbänden langfristige Finanzierungen zu attraktiven Konditionen für ihre Investitionen in Sportstätten. Möglich wird dies durch die Refinanzierung der KfW-Förderbank.
Weitere Informationen und Finanzierungsvoraussetzungen finden Sie hier:

» Förderung der Sportstättenlandschaft


Klimaschutzinvestitionen

Seit dem 1. Juli 2016 besteht für Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus zudem die Möglichkeit, Zuschüsse für Klimaschutzinvestitionen zu beantragen. Dies wurde durch eine Änderung der Förderbedingungen der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ möglich, für die sich der DOSB seit Jahren beim Bundesumweltministerium eingesetzt hat.
Weitere Informationen und Fördervoraussetzungen finden Sie hier:

» Zusammenfassung der Kommunalrichtlinie 2017 - für Sportvereine

» Informationsseite des Bundesumweltministeriums zu Fördermöglichkeiten


Heizungsoptimierung
Alte Heizungs- und Warmwasserzirkulationspumpen verbrauchen sehr viel Energie. Durch den Austausch gegen hocheffiziente geregelte Pumpen können die Energiekosten deutlich gesenkt werden. Ab 1. August 2016 werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Ersatz von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie der hydraulische Abgleich am Heizsystem mit bis zu 30% der Nettokosten gefördert. Dabei sind auch Vereine ausdrücklich förderberechtigt. Nähere Informationen finden Sie hier:

» Informationen zur Pumpenförderung des BAFA

Sportstättenförderung durch die EU

Die Europäische Kommission hat einen einführenden „Leitfaden für EU-Förderung“ veröffentlicht.
Das 36-seitige Dokument enthält grundsätzliche Erläuterungen zu den Bewerbungsverfahren der aktuellen Förderprogramme in der Periode 2014-2020. 

» Leitfaden für EU-Förderung

Sport, Umwelt und Natur

In einem dicht besiedelten Land wie Nordrhein-Westfalen stehen Sport, Natur und Umwelt in einem besonderen Spannungsverhältnis.
Der Landessportbund NRW bekennt sich deshalb klar zu seiner Mitverantwortung für den Schutz der Umwelt. Er will Partner sowohl für Naturschutz- und Umweltverbände, Verwaltung und Politik sein wie auch für alle Sporttreibenden.   

Weitere Informationen erhalten Sie von Achim Haase.

Reformierter Sportanlagenlärmschutz

Seit Anfang September ist die Reform der Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) in Kraft getreten. Damit haben die jahrelangen Bemühungen eines Bündnisses aus DOSB, Landessportbünden und DFB sowie der Sportministerkonferenz und kommunaler Verbände zu einem ersten Erfolg geführt.

Die Neuregelung gibt dem Sport mehr Rechtssicherheit und ermöglicht Sportaktivität auch in verdichteten urbanen Räumen – angesichts der starken Bevölkerungszunahme in deutschen Städten eine zentrale Voraussetzung vor allem auch für die Metropolregionen an Rhein und Ruhr.

Die Immissionsrichtwerte für die problematischen abendlichen Ruhezeiten von 20 bis 22 Uhr sowie die Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr wurden nun an die tagsüber geltenden Werte angepasst, was einer Erhöhung um 5 Dezibel entspricht. Diese Änderungen ermöglichen eine Ausdehnung des Zeitraums, während dessen Sportanlagen in den Ruhezeiten ohne eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte genutzt werden können. Eine Sportanlage, die bisher wegen ihrer Nähe zur Wohnbebauung innerhalb der abendlichen Ruhezeiten nur 40 Minuten genutzt werden konnte, ist aufgrund der Neuregelung während der gesamten zweistündigen Ruhezeit nutzbar.

Immer stärkere Verdichtung der Städte

Die Reform berücksichtigt auch die immer stärkere Verdichtung der Städte, die zu einem engeren Nebeneinander von Wohnen und Sport führt. Durch die Anpassung der Richtwerte in den Ruhezeiten kann der für eine uneingeschränkte Sportausübung notwendige Mindestabstand vom Spielfeldmittelpunkt zur Wohnbebauung verringert werden – in einem allgemeinen Wohngebiet beispielsweise von ca. 150 Meter auf ca. 85 Meter. Die städtebaulich erstrebte Verdichtung von Innenstädten wird hierdurch begünstigt, zugleich werden die Nutzungsmöglichkeiten der Sportanlagen gewahrt.

Mit der Konkretisierung des sogenannten Altanlagenbonus soll gewährleistet werden, dass der Sportbetrieb auch bei Umbauten und Nutzungsänderungen und einer leichten Überschreitung der Lärmschutzwerte aufrechterhalten werden kann. Der Gesetzgeber folgt damit dem Beispiel von Nordrhein-Westfalen, wo bereits 2014 von einer Arbeitsgruppe von Umwelt- und Sportministerium, Landessportbund und Kommunen ein Erlass zum Umgang mit dem Altanlagenbonus erarbeitet wurde. Für Sportanlagen, die bereits vor 1991 genehmigt oder zulässigerweise ohne Genehmigung errichtet worden sind, soll der Altanlagenbonus anhand einer Auflistung von Maßnahmen, die den Bonus in der Regel nicht in Frage stellen, näher konkretisiert werden („Positivliste“).

Bedauerlicherweise wurden einige Vorschläge des Sports und seiner Partner nicht aufgegriffen. So wurde die seit 2011 für Kinderspielplätze, Kitas und Bolzplätze geltende Kinderlärmprivilegierung nicht auf Sportanlagen übertragen. Damit gibt es nach wie vor die nicht nachvollziehbare Situation, dass dieselben Kinder auf Sportanlagen wie Kinder 2. Klasse behandelt werden.

Text: Achim Haase

Footerbild Sporträume & Umwelt: Schwimmerin im Hallenbad