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Ministerpräsident Wüst stellt 10-Punkte-Offensive für den Para Sport und die Inklusion in Nordrhein-Westfalen vor

| Allgemein (LSB)
Ministerpräsident Wüst stellt 10-Punkte-Offensive für den Para Sport und die Inklusion in Nordrhein-Westfalen vor

Besuch des Bundesstützpunkt Para Leichtathletik in Leverkusen mit viermaligem Paralympics-Sieger Markus Rehm

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Mittwoch, 4. März 2026, gemeinsam mit Markus Rehm, viermaligem Paralympics-Sieger und Weltrekordhalter im Weitsprung, beim Besuch des Bundesstützpunkt Para Leichtathletik des TSV Bayer 04 Leverkusen eine 10-Punkte-Offensive für den Para Sport und die Inklusion in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Olympischer und Paralympischer Sport gehören in Nordrhein-Westfalen zusammen. Mit der Offensive legt die Landesregierung konkrete Punkte vor.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen hat die besten Voraussetzungen für Para Spitzensport. Mit drei Bundesstützpunkten, zwei Paralympischen Trainingszentren und mehreren Landesstützpunkten bietet unser Land optimale Bedingungen für Leistung und Entwicklung. Unsere Stärke im Para Sport war von Beginn an ein zentraler Bestandteil des Konzepts für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele KölnRheinRuhr. Mit der 10-Punkte-Offensive legen wir konkrete Punkte vor: für beste Bedingungen für Athletfinnen und Athleten, für Nachwuchsgewinnung und für Barrierefreiheit und Inklusion in ganz Nordrhein-Westfalen. Wir wollen Spiele für alle – inklusiv, barrierefrei und für jeden erreichbar.”

Markus Rehm: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie entscheidend gute Rahmenbedingungen für den Erfolg sind. Nordrhein-Westfalen setzt hier seit Jahren Maßstäbe. Kurze Wege, barrierearme Anlagen und gute Infrastruktur machen im Trainingsalltag einen großen Unterschied. Nordrhein-Westfalen zeigt mit dieser 10-Punkte-Offensive: Para Sport ist Leistungssport und verdient die gleichen Bedingungen. Die Offensive ist Sportpolitik, aber eben auch Gesellschaftspolitik. Das schafft auch die besten Rahmenbedingungen für Olympische und Paralympische Spiele. Ich bin davon überzeugt: KölnRheinRuhr ist für Para Athletinnen und Athleten das beste Konzept.“

10-Punkte-Offensive für den Para Sport und die Inklusion in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist Vorreiter im Para Sport. Drei Bundesstützpunkte, zwei Paralympische Trainingszentren und mehrere Landesstützpunkte in Nordrhein-Westfalen bieten für Para Athletinnen und Athleten die besten Bedingungen. Seit 2017 sind die Weiterentwicklung und der Ausbau des paralympischen Zentrums Nordrhein-Westfalen festes Ziel der Landesregierung.

Nordrhein-Westfalen verfügt über exzellente Erfahrung und Kompetenz im Para Sport. Das Bekenntnis zur Paralympischen Idee ist untrennbar verbunden mit dem Bekenntnis zur Stärkung des Para Sports und der Inklusion in Nordrhein-Westfalen.

Die Offensive beinhaltet Punkte zur Stärkung des Para Sports und der Inklusion:

  1. Barrierefreiheit an den Olympischen und Paralympischen Orten
  2. Programm für Barrierefreiheit in Sportstätten
  3. Paralympisches Konzept für KölnRheinRuhr
  4. Nordrhein-Westfalen bleibt führender Para Standort
  5. Ausbau des Paralympischen Zentrum NRW
  6. Bessere Vergütung für Trainerinnen und Trainer auch im Para Sport
  7. Evaluierung von Talentscouts
  8. Fortführung des Landesaktionsplans Sport und Inklusion
  9. Unser Ziel: Jedem Menschen mit Behinderung ein Sportangebot zu machen
  10. Gleichberechtigte Teilhabe an der Dualen Karriere in Sport und Schule

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Trainieren auf Weltniveau

Diese Offensive stellte Ministerpräsident Hendrik Wüst bei seinem Besuch des Bundesstützpunkt Para Leichtathletik des TSV Bayer 04 Leverkusen vor. Bei einem Rundgang durch die Fritz-Jacobi-Leichtathletikhalle erhielt er zuvor Einblick in die Trainingsbedingungen am Bundesstützpunkt. Mehr als 300 Athletinnen und Athleten trainieren hier gemeinsam, olympische und paralympische, vom Nachwuchs bis in die Weltspitze, darunter über 20 Kaderathletinnen und -athleten im Para Sport. Damit ist Leverkusen ein strategisch wichtiger Standort für den Para Sport. Grund dafür sind die modernen Trainingsanlagen ebenso wie das gemeinsame Training beider Gruppen: Unterschiedliche Techniken und individuelle Anpassungen im Para Sport liefern wertvolle Erkenntnisse für die gesamte Trainingssteuerung.

Bei dem Besuch waren mehrere Spitzensportlerinnen und sportler persönlich anwesend: Markus Rehm, der erfolgreichste deutsche Para Athlet, sowie Johannes Floors, mehrfacher Weltmeister und Weltrekordhalter im Para Sprint. Ebenfalls dabei waren Kim Vaske, Para Athletin in Kugelstoßen, Sprint und Weitsprung und Teilnehmerin der Paralympics Paris 2024, sowie Nachwuchsathlet Moritz Raykowski, spezialisiert über die 400 Meter.

Prothesenwerkstatt direkt am Trainingsort

Auf dem Vereinsgelände des TSV Bayer 04 Leverkusen wirken  Orthopädietechnik und Spitzensport Seite an Seite. Druckstellen, veränderte Muskulatur oder neue Wettkampfanforderungen lassen sich unmittelbar vor Ort an Prothesen oder andere Produkte anpassen oder beheben. Damit wird in einem weiteren Schritt eine Feinanpassung ermöglicht, die direkt in die nächste Trainingseinheit einfließt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Leverkusen zeigt, was möglich ist, wenn Spitzensport und Innovation zusammenkommen. Hier wurde das erste professionelle Angebot für organisierten Sport für Menschen mit Behinderungen geschaffen. Ein Meilenstein für den Para Sport, geboren in Nordrhein-Westfalen. Wir sind seitdem Vorreiter und Taktgeber im Para Sport. Auch deswegen ist Nordrhein-Westfalen die richtige Heimat für olympische und paralympische Spiele. Wir fördern Weltklasseathleten und bieten ihnen die Strukturen, die sie brauchen, um beste Leistungen zeigen zu können. Olympischer und Paralympischer Sport werden hier schon lange zusammen gelebt: auf der Tartanbahn, in der Werkstatt und in unserer Gesellschaft."

Hintergrund

Der TSV Bayer 04 Leverkusen verbindet Leistungs- und Breitensport im Para Sport seit Jahrzehnten konsequent miteinander. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Zugang zum Sport zu eröffnen. Das gemeinsame Training von Athletinnen und Athleten mit und ohne Behinderung ist hier gelebte Praxis und Ausgangspunkt für neue Karrieren im Para Sport.

Über 200.000 Menschen nehmen in rund 1.300 Vereinen die Angebote des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW) wahr.


Quelle: Staatskanzlei NRW

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