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KölnRheinRuhr reicht finale Unterlagen für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 ein

| Allgemein (LSB)
KölnRheinRuhr

Anpassungen an den Standorten Essen, Duisburg und Bochum machen Konzept noch kompakter / Ministerpräsident Wüst: Wir haben zugehört und die Stärken unserer Bewerbung weiter ausgebaut

Die Bewerbung KölnRheinRuhr hat ihre finalen Unterlagen für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 und 2044 beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht. Die Bewerbung basiert auf der größten demokratischen Legitimation mit historischer Beteiligung von über 1,4 Millionen abgegebenen Stimmen und 66 Prozent Zustimmung von den Menschen in der Region. Die Abstimmung über Olympische und Paralympische Spiele in der Region KölnRheinRuhr war die größte Abstimmung in der olympischen Geschichte. Noch nie wurden mehr Menschen befragt und mehr Städte eingebunden in die Frage, ob sie für die Ausrichtung der Spiele sind. 

In den vergangenen Wochen wurden zur weiteren Planung Gespräche mit der Leading City Köln und den weiteren beteiligten Kommunen, dem Landessportbund NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW, Athletinnen und Athleten sowie den Sportfachverbänden geführt. Das Ergebnis dieser engen Abstimmungen sind einige Anpassungen sowie konkretere Detailplanungen, die das Bewerbungskonzept noch einmal optimieren. Die Anpassungen stärken unter anderem die Fokussierung auf die Athletinnen und Athleten, machen die Spiele noch kompakter und unterstreichen den Anspruch der Bewerbung, die nachhaltigsten Olympischen und Paralympischen Spiele auszurichten. 

Konkret beziehen sich die Anpassungen vor allem auf das Sportstättenkonzept, den Aspekt der Nachhaltigkeit, den Para-Sport sowie die Teilhabe der Jugend und die weitere gesamtgesellschaftliche Unterstützung der Bewerbung.


Breite Unterstützung der Bewerbung

Die Bewerbung fußt auf einer breiten gesamtgesellschaftlichen Unterstützung. Neben der klaren Legitimation durch die Bevölkerung hat sich auch der Landtag parteiübergreifend für die Bewerbung ausgesprochen, das Landeskabinett hat ebenfalls entsprechende Beschlüsse gefasst. Hinzu kommen in allen beteiligten Kommunen positive Ratsbeschlüsse. Auch die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen steht hinter der Bewerbung KölnRheinRuhr. Mittlerweile unterstützen mehr als 40 Unternehmen, darunter allein sechs DAX-Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, mit insgesamt über zwei Millionen Beschäftigten, die Bewerbung. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Mit dem finalen Konzept machen wir Deutschland und der Welt das beste Angebot. Nach dem überwältigenden Votum der Menschen für unsere Bewerbung im April haben wir weiterzugehört. Wir haben die Hinweise von Athletinnen und Athleten, Sportfachverbänden und Kommunen aufgenommen und die Stärken unserer Bewerbung noch einmal ausgebaut. KölnRheinRuhr macht das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele. Mit der breiten Unterstützung der Menschen an Rhein und Ruhr, unserer Rekordzahl an Zuschauern und unserem inklusiven Ansatz werden es die Spiele von allen für alle. Heute können wir mit Überzeugung sagen: bei Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland führt an KölnRheinRuhr kein Weg vorbei. Wir bieten den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere – und ermöglichen so vielen Zuschauern wie noch nie, live dabei zu sein. KölnRheinRuhr ist bereit für Olympische und Paralympische Spiele die begeistern, verbinden und auch lange über das Ereignis hinaus einen spürbaren Mehrwert für die Menschen schaffen.“

Oberbürgermeister der Stadt Köln Torsten Burmester: „Köln ist das Herz dieser Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Gemeinsam mit allen beteiligten Kommunen machen wir als KölnRheinRuhr ein Angebot mit besten Bedingungen für die kompaktesten und nachhaltigsten Spiele. So wird das Olympische und Paralympische Dorf nach den Spielen Wohnraum in einem neuen Stadtviertel im Kölner Norden schaffen. Während der Spiele wohnen dort 95 Prozent der Athletinnen und Athleten und erreichen so ihre Wettkampstätten in weniger als einer Stunde. Für viele Sportlerinnen und Sportler bieten Olympische und Paralympische Spiele an Rhein und Ruhr mit 14 Millionen Tickets und vor Rekordkulissen eine einmalige und nie dagewesene Bühne. Als KölnRheinRuhr machen wir somit DOSB und IOC das beste Angebot aller Bewerber.“


Die Anpassungen an KölnRheinRuhr im Detail

Sportstättenkonzept konkretisiert

Das Sportstättenkonzept für KölnRheinRuhr wurde nach Gesprächen mit den Sportfachverbänden an drei zentralen Punkten weiter optimiert: Für die Sportarten Wasserball und Boxen sind künftig Austragungsorte vorgesehen, die den erweiterten Anforderungen der Athletinnen und Athleten noch gezielter gerecht werden und noch attraktivere Kulissen für die Zuschauerinnen und Zuschauern bieten. Die Wettbewerbe im Wasserball sollen am international erprobten Wasserball-Standort Duisburg im Landschaftspark Duisburg-Nord statt in Wuppertal stattfinden. Die Finalwettkämpfe im Boxen sind nun im Vonovia Ruhrstadion vor noch größerer Kulisse mit rund 20 000 Zuschauerinnen und Zuschauern statt in der Messe Essen geplant.

Auch die Sportart Mountainbike wurde verlegt und wird künftig in Essen geplant. Hintergrund der Anpassung ist das Ergebnis des Ratsbürgerentscheids in Herten. Für die Sportart Mountainbike waren ursprünglich die Kommunen Herten und Recklinghausen vorgesehen. Zwar stimmten die Menschen in Herten mit knapp 74 Prozent für die Beteiligung an KölnRheinRuhr. Jedoch wurde die benötigte Stimmenanzahl und damit das Gesamt-Quorum nicht erreicht. Damit entfällt der Standort für die weiteren Planungen und das Konzept. In enger Abstimmung mit dem Sportfachverband und den beteiligten Kommunen wird die Sportart Mountainbike nun nach Essen auf den Brammentrail auf der Schurenbachhalde verlegt.

Die Entscheidung für die Verlegung der Sportart Mountainbike nach Essen macht das Konzept noch kompakter und sorgt für noch kürzere Wege für die Athletinnen und Athleten der Sportart. Weiterhin ergibt sich daraus, dass neben der Leading City Köln jetzt 14 Kommunen an der Bewerbung KölnRheinRuhr beteiligt sind: Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Wuppertal. Dazu kommen die Segelwettbewerbe in Kiel oder Warnemünde und Kanu-Slalom in Markkleeberg. 

Eine Übersicht der einzelnen Sportstätten je Kommune gibt es hier

Olympisches und Paralympisches Dorf 

Die Planungen für das Olympische und Paralympische Dorf sowie das Leichtathletikstadion in Köln-Blumenthal wurden gemeinsam mit der Leading City Köln noch einmal konkretisiert und weiter vorangetrieben. Das Olympische und Paralympische Dorf sowie das Leichtathletikstadion werden nach den Spielen weitergenutzt und zu einem neuen Stadtquartier mit zusätzlichem Wohnraum entwickelt. Dank modularer Bauweise gelingt der Umbau des Stadions schnell, ressourcenschonend und umweltfreundlich. 

Nachhaltigkeit und Nachnutzung des Leichtathletikstadions

Der Innenraum des Stadions wird in einen öffentlichen Park umgewandelt, der als grüne Oase und sozialer Treffpunkt dient und sich zugleich als Teil eines grünen Bandes durch das gesamte Quartier zieht. Dieses grüne Rückgrat sorgt für hohe Aufenthaltsqualität, naturnahe Erholung und ein gesundes Mikroklima im urbanen Raum. 

Gleichzeitig entstehen auf den ehemaligen Tribünen Wohnungen, Geschäfte sowie soziale Einrichtungen wie Schulen und Kitas. Der olympische und paralympische Ursprung bleibt damit in der Struktur des künftigen Stadtteils weiterhin erlebbar. 

Ein Dorf – von Anfang bis Ende

Das Olympische und Paralympische Dorf bietet Platz für 10 500 Athletinnen und Athleten sowie deren Betreuerinnen und Betreuern. Bei den Planungen wurde ein wesentlicher Wunsch von Athletinnen und Athleten besonders berücksichtigt: Das Konzept für Köln ermöglicht, anders als Paris 2024 oder Mailand und Cortina 2026, allen Sportlerinnen und Sportlerinnen einen Platz im Olympischen und Paralympischen Dorf – ohne Bettenwechsel auch über ihr Wettkampfende hinaus. Dank vorausschauender Kapazitätenplanung können so bestmögliche Vorbereitungen erfolgen, ohne verfrüht abreisen zu müssen.

Olympiasiegerin Fechten und ehemaliges IOC-Mitglied als Athletenvertreterin Britta Heidemann: „Für Athletinnen und Athleten zählen vor allem gute Bedingungen, kurze Wege und eine Atmosphäre, die den Sport in den Mittelpunkt stellt. Genau das bietet KölnRheinRuhr. Zielgenaue Vorbereitung ist notwendig, um beste Leistungen abrufen zu können. Besonders wichtig ist, dass die Sportlerinnen und Sportler bis zum Ende der Spiele Teil des Olympischen und Paralympischen Dorfes bleiben können. Diese Kapazitäten bietet das Konzept KölnRheinRuhr. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und macht diese Bewerbung aus Athletensicht besonders attraktiv.“

Nachhaltigkeit weiter gestärkt 

KölnRheinRuhr legt ein Konzept vor, das zu 100 Prozent auf bestehende oder temporär ertüchtigte Sportstätten setzt. KölnRheinRuhr hat damit den nachhaltigsten Plan. Nun bestätigt ein Umweltscreening der Deutschen Sporthochschule Köln die Planungen: Die erforderlichen Schutzkriterien für Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete oder Wasserschutzgebiete können entweder erfüllt werden, sind bereits in vollem Umfang erfüllt oder eine Betroffenheit der Gebiete ist nicht zu erwarten. Das gilt auch für das Olympische und Paralympische Dorf sowie das Leichtathletikstadion und die dafür vorgesehene Fläche im Kölner Norden.

Sichtbarkeit des Para Sports ausgebaut

Einen weiteren Schwerpunkt der Bewerbung bildet der Fokus auf den Para Sport. Das Bekenntnis zur Paralympischen Idee ist untrennbar verbunden mit dem Bekenntnis zur Stärkung des Para Sports und der Inklusion in Nordrhein-Westfalen. Im März hat Ministerpräsident Hendrik Wüst die 10-Punkte-Offensive für den Para Sport und die Inklusion in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. 

Dieses konsequente Zusammendenken von Olympischer und Paralympischer Idee zeigt sich auch in den noch einmal nachgeschärften Planungen zu den Rekordkulissen, die für Para Sport die gleichen Sportstätten wie für die olympischen Wettkämpfe vorsehen. Die Disziplin Para Dressur soll nun wie die olympische Disziplin Dressurreiten im großen Reitstadion in Aachen stattfinden, wodurch sich die Zuschauerzahl auf 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauer nahezu vervierfacht. Für den Para Sport ist das eine zusätzliche einzigartige Rekordkulisse in KölnRheinRuhr, die ebenso bedeutet, dass noch mehr Menschen die Möglichkeit bekommen, Olympische und Paralympische Spiele vor Ort zu erleben.   

Para Leichtathlet, Goldmedaillengewinner von 2012, 2016, 2021 und 2024 Markus Rehm: „KölnRheinRuhr denkt Olympische und Paralympische Spiele von Anfang an gemeinsam. Das ist ein starkes Signal für Inklusion und echte Teilhabe. Die Nutzung derselben Sportstätten, die hohe Sichtbarkeit des Para Sports und die Begeisterung der Menschen in Nordrhein-Westfalen schaffen Voraussetzungen, von denen der Para Sport in Deutschland langfristig profitieren wird.“

Dressurreiterin und erfolgreichste deutsche Olympionikin Isabell Werth: „KölnRheinRuhr bietet dem Sport eine Bühne, die ihresgleichen sucht. Die großen Zuschauerkapazitäten ermöglichen einzigartige Wettkampfatmosphären und bringen die Menschen unmittelbar mit dem Sport in Kontakt. Gerade für den Reitsport zeigen die Planungen in Aachen, welches Potenzial in KölnRheinRuhr steckt. Ich bin davon überzeugt: KölnRheinRuhr macht für die Athletinnen und Athleten, aber vor allem für die Menschen ein unschlagbares Angebot.“

Jugendbeteiligung fokussieren

Olympische und Paralympische Spiele stehen für internationale Begegnung. Die Spiele sollen junge Menschen international vernetzen und für Verantwortung im Sport begeistern. Die Bewerbung KölnRheinRuhr sieht dafür nun unter dem Titel „Next-Gen-Lab“ ein intensives Beteiligungsformat für Jugendliche vor, die ihre Perspektive bereits in die Planungen einbringen können. Dazu werden alle zwei Jahre in einer internationalen Konferenz junge Menschen aus verschiedenen Nationen zusammengebracht. Diese Young Leaders können Sportstudierende, engagierte junge Volunteers, Nachwuchsführungskräfte von Sportorganisationen, erfolgreiche Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler sowie junge Trainerinnen und -trainer sein. Dabei bringt KölnRheinRuhr die Erfahrung aus dem Young Leader Programm der Sportjugend NRW ein.

Ziel ist die Ausrichtung eines internationalen Jugendcamps während der Spiele, in dem mindestens 5.000 junge Menschen aus allen Kontinenten zusammenkommen. 

Gemeinsam mit den Hochschulen in KölnRheinRuhr soll weiterhin sowohl vier und zwei Jahre vor den Spielen als auch im zeitlichen Umfeld der Spiele eine Olympic Studies Conference für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgerichtet und somit die Olympische und Paralympische Idee im Dialog mit der Wissenschaft gestärkt werden.


Zum Konzept KölnRheinRuhr

KölnRheinRuhr bietet den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Laufbahn – mit spektakulären Zuschauerzahlen vor Rekordkulissen. KölnRheinRuhr macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulären Spiele.

KölnRheinRuhr wird rund 14 Millionen Tickets anbieten können, ein absoluter Spitzenwert. Jede Sportart wird ein echtes Heimspiel vor Rekordkulisse haben. Dank der großen Zuschauerkapazitäten wird Raum geschaffen für eine breite Teilhabe: Jedes zehnte der rund 14 Millionen Tickets soll vergünstigt angeboten werden – gezielt für Jugendliche, Familien sowie Engagierte im Sport, etwa aus Vereinen und dem Ehrenamt. Im Umkreis von 500 Kilometern rund um die Region Rhein Ruhr leben etwa 160 Millionen Menschen, die in unter drei Stunden in Nordrhein-Westfalen sein können, um Olympische und Paralympische Spiele zu erleben.

KölnRheinRuhr bietet das kompakteste Modell: 95 Prozent der Athletinnen und Athleten werden im Olympischen und Paralympischen Dorf wohnen können. Zudem hat KölnRheinRuhr mit 100 Prozent schon bestehenden oder temporären Sportstätten den nachhaltigsten Plan. 

In den vergangenen zehn Jahren fanden in der Region über 30 Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder Multisportevents wie die World University Games, das größte Multisport-Event der Welt im Jahr 2025, statt. Keine andere Region in Deutschland hat eine solche Erfahrung bei der Durchführung von internationalen großen Sportevents wie Nordrhein-Westfalen. Keine andere Region in Deutschland verfügt über eine solche Anzahl herausragender Sportstätten. Keine andere Region in Deutschland ist so sportbegeistert wie KölnRheinRuhr. Zudem denkt KölnRheinRuhr den Olympischen und Paralympischen Geist konsequent zusammen. 


Weiterer Entscheidungsweg

Die Konzepte der drei Bewerberregionen werden in den kommenden Wochen durch den DOSB evaluiert. Dabei werden auch die olympischen Spitzenverbände sowie die Bundesregierung einbezogen. Die abschließende Entscheidung, welche Region für die internationale Bewerbung ausgewählt wird, fällt dann auf der außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung am 26. September 2026 in Baden-Baden.

Mehr Informationen unter
 
www.olympiabewerbung.nrw

Alle Wettkampstätten finden Sie auch auf der thematischen Unterseite 

Zu den Wettkampfstätten


Quelle: Sportland.nrw

 

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