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Zwei von drei NRW-Sportvereinen spüren keine Existenznöte

| Allgemein (LSB)

Sport draußen

Präsidium und Vorstand des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) haben Anfang Juli alle Sportvereine zur Teilnahme an einer Vereinsbefragung zu den finanziellen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise aufgerufen.  

Ziel war es, einen Überblick zur aktuellen Situation zu erhalten und die Folgen der Corona-Pandemie für die Sportvereine in NRW einschätzen zu können. Insgesamt haben sich über 4.000 der 18.100 NRW-Sportvereine an der Befragung beteiligt.

In dem bewußt kurz gehaltenen Online-Fragebogen ging es um Ergebnisverschlechterungen, Existenzängste, Inanspruchnahme öffentlicher Finanzmittel und die Mitgliederentwicklung.

Im Schnitt schätzen die Vereine ihre finanzielle Ergebnisverschlechterung bis zum Ende der Sommerferien auf rund 5.000 Euro. Insgesamt steht hochgerechnet eine Summe von knapp 20,4 Millionen Euro im Raum – wobei die höchsten Einbußen eines Großvereins in Ostwestfalen mit 1,5 Millionen Euro beziffert werden.

Durchaus erfreulich sind die Zahlen bei der Frage nach der Existenzbedrohung: Immerhin zwei Drittel der NRW-Vereine sehen durch die finanzielle Ergebnisverschlechterung keine akute Gefahr, lediglich 19 Prozent, falls die  aktuelle Situation noch mehrere Monate anhält. Nur rund zwei Prozent sind derzeit akut existenzgefährdet.

Das Land NRW und auch der LSB NRW haben mit mehreren Fördermittel-Programmen den Vereinen finanzielle Unterstützung angeboten. Etwa 77 Prozent der teilnehmenden Vereine haben keinerlei Hilfsmittel in Anspruch genommen. Relativ ausgeglichen wurde sowohl die „NRW Soforthilfe 2020/Soforthilfe des Bundes“ als auch die „Soforthilfe Sport NRW“ über das Förderportal des LSB NRW mit je rund acht Prozent angefordert.

Zum Abschluss ging es um die Befürchtung eines spürbaren Mitgliederrückgangs. Die Mehrheit geht offenbar von keinem Rückgang aus, jedoch sind die befürchteten Rückgänge und die Anzahl derer, die es noch nicht einschätzen können, gleich hoch. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten Monaten entwickeln. Eine zweite Umfrage ist zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Bild: Andrea Bowinkelmann

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