Land NRW erhöht Förderung für qualifikationsgerechte Bezahlung - „Deutliches Ausrufezeichen mit Blick auf Bewerbung KölnRheinRuhr“
Erst Speerwurf-Legende, dann Medaillenschmiedin im NRW-Behindertensport: Steffi Nerius (Leverkusen) kann nach zuletzt weit über 20 Jahren als Erfolgscoach beim TSV Bayer 04 aus eigener Erfahrung bestens beurteilen, was die zum Jahresbeginn in Nordrhein-Westfalen in Kraft getretene neue sowie landesweit einheitliche Trainervergütung im Nachwuchsleistungssport bedeutet. „Endlich ist es gelungen, für eine qualifikationsgerechte Bezahlung zu sorgen und gleichzeitig mehr Transparenz sowie Planungssicherheit für die Landesfachverbände zu schaffen. Dies ist gerade mit Blick auf die Bewerbung von KölnRheinRuhr um olympische und paralympische Spiele ein deutliches Ausrufezeichen“, verdeutlicht die erfahrene Leiterin des Sportinternats Leverkusen. Als Trainerin von Para-Stars wie Markus Rehm, Matthias Mester oder Franziska Liebhardt gibt es für Nerius keine zwei Meinungen: „Wer die Arbeitsbedingungen von Trainerinnen und Trainern im Leistungssport kennt, weiß genau, dass nur klare Strukturen bei der Eingruppierung und Vergütung die Chancen erhöhen, das vorhandene Personal langfristig im System zu halten und gezielt neue Fachkräfte zu gewinnen. Denn Trainerinnen und Trainer sind eindeutig zentrale Akteure in der Talententwicklung wie auch im Spitzensport.“
Mit der für den Sportstandort NRW lange erhofften Vereinbarung hat das Land Nordrhein-Westfalen auf die aktuellen Herausforderungen im Leistungssport reagiert. Dafür wurden die Finanzmittel für Trainerstellen deutlich erhöht. Auch künftige Steigerungen sollen in Anlehnung an entsprechende Tarifentwicklungen berücksichtigt werden. „Für den organisierten Sport erhoffe ich mir durch das einheitliche Vergütungsmodell allgemein bessere Rahmenbedingungen, aber vor allem eine höhere Attraktivität des Trainerberufs, der maßgeblich zur sportlichen sowie persönlichen Entwicklung unserer Athletinnen und Athleten beiträgt“, verweist die 54-Jährige auch auf die Bedeutung von stabilen Beschäftigungsverhältnissen. In der Praxis bedeutet dies, dass die Qualifikationen aller geförderten Trainerinnen und Trainer nach einem einheitlichen System erfasst und bewertet werden, um eine faire und nachvollziehbare Einstufung in die jeweiligen Entgeltstufen zu gewährleisten. „Dass das Land alle seit diesem Jahr anfallenden Mehrkosten vollständig übernimmt, ist eine spürbare Würdigung für den Einsatz und das Engagement in der täglichen Arbeit mit den Athletinnen und Athleten, ohne die keine Spitzenleistung möglich ist. Das ist ein weiteres starkes Signal der Olympiabewerbung von KölnRheinRuhr“.
Bild: LSB NRW/Andrea Bowinkelmann