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3,5 Mio. € mehr für Trainer*innen

Fabian Conradt: „Durch die Trainervergütung kann der Sport allgemein vorangebracht werden“

„Für mich ist das ein wichtiges Signal für Trainerinnen und Trainer“, sagt Fabian Conradt, Landestrainer Para Leichtathletik am Standort Wattenscheid – und meint die neue Trainervergütungsvereinbarung für Nordrhein-Westfalen. Ein sehr langes Wort, nur wenigen bekannt, aber mit dem Potenzial, den Leistungssportstandort NRW nachhaltig zu stärken.

Dank der Vereinbarung, für die sich der LSB seit mehreren Jahren eingesetzt hat, erhöht das Land rückwirkend zum 1. Januar 2026 die Finanzmittel, aus denen die landesgeförderten Trainer*innen bezahlt werden, um 3,5 Millionen Euro. Damit ist zum einen eine qualifikationsgerechte Entlohnung der Trainer*innen möglich, die sich an der Vergütung angestellter Lehrer*innen orientiert. Zum anderen erhöht das die Planungssicherheit der Verbände. Das Ergebnis sind bessere Trainingsbedingungen für die Athlet*innen. Und bessere Beschäftigungsbedingungen für ihre Trainer*innen.

„Durch die Trainervergütung kann der Sport allgemein vorangebracht werden, da viel mehr Trainerinnen und Trainer für den Sport da sind“, beschreibt Fabian Conradt die Folgen. Eine angemessene Vergütung erleichtere schließlich den Einstieg in die hauptamtliche Trainer-Tätigkeit, ergänzt sein Kollege Alexander Bartz, Landestrainer Para Leichtathletik am Standort Leverkusen.

„Wer die Arbeitsbedingungen von Trainerinnen und Trainern im Leistungssport kennt, weiß genau, dass nur klare Strukturen bei der Eingruppierung und Vergütung die Chancen erhöhen, das vorhandene Personal langfristig im System zu halten. Und gezielt neue Fachkräfte zu gewinnen“, betont Steffi Nerius, die nach ihrer glänzenden Speerwurf-Karriere selbst zur erfolgreichen Trainerin wurde. Trainer*innen seien zentrale Akteure in der Talententwicklung wie auch im Spitzensport. „Endlich ist es gelungen, für eine qualifikationsgerechte Bezahlung zu sorgen und gleichzeitig mehr Transparenz sowie Planungssicherheit für die Landesfachverbände zu schaffen.“

Und es soll keinesfalls bei einer einmaligen Anpassung bleiben. Schon die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst zum 1. April 2026 wurde auch für die landesgeförderten Trainer*innen umgesetzt. Und auch künftige Steigerungen sollen in Anlehnung an entsprechende Tarifentwicklungen berücksichtigt werden.
Einen weiteren Aspekt hebt Para Trainer Bartz hervor: Die Vergütungsvereinbarung gilt für Trainer*innen im Para Sport genauso wie für die im konventionellen Sport. „Einfach um auch ein Zeichen zu setzen: Paralympischer Leistungssport und Olympischer Leistungssport, das ist halt alles Leistungssport.“
 


Interview: LSB NRW/Sven Schlickowey