Doppelte Prämien für starke Leistungen
Axel Jungk: „Das ist ein zusätzlicher Motivationsschub“
„Wer für das SportlandNRW an den Start geht, bekommt Anerkennung, Förderung und Rückhalt für Spitzenleistungen“, meldete die Landesregierung am 10. Februar – und verkündete damit, dass man ab sofort die Prämien der Deutschen Sportstiftung für den Gewinn einer Medaille bei Olympischen und Paralympischen Spielen verdoppelt. Auch schon für die da bereits gestarteten Winterspiele von Mailand und Cortina. Für Bronze gibt es seither 10.000 Euro vom Land extra, für Silber 20.000 und für Gold 30.000 Euro.
Zu den ersten Empfängern der neuen Prämien gehörte Axel Jungk, der wie schon in Peking vier Jahre zuvor Silber im Skeleton holte. Ein Kunststück, dass ihm im der erstmals ausgetragenen Mixed Team-Staffel zusammen mit Susanne Kreher direkt noch einmal gelang. Gewertet für die Prämie wird allerdings immer nur eine Medaille, bei unterschiedlichen die höchste, so dass er sich über 20.000 Euro freuen konnte.
„Das ist einfach ein zusätzlicher Motivationsschub, das auch schon vorher zu wissen“, sagt Axel Jungk rückblickend. Natürlich sei das Geld allein nicht die Motivation, bei den Spielen sein Bestes zu geben. „Aber das ist auf jeden Fall dabei, zu wissen, dass wenn man hier jetzt einfach einen richtig guten Tag hat, dass sich das doppelt lohnt.“ Die Prämie sei, wie auch der Besuch beim Ministerpräsidenten, eine tolle Anerkennung.
Dabei erfuhr der Skeleton-Profi eher beiläufig von der Prämien-Verdopplung, als er längst schon auf dem Weg nach Italien war. Vom Bruder seiner Freundin, der eine entsprechende Meldung in der Zeitung gelesen hat.
150.000 Euro schüttete das Land so nach den Spielen von Mailand und Cortina insgesamt aus. An 13 olympische und 9 paralympische Athlet*innen. Darunter auch Sebastian Marburger, zweifacher Silbermedaillengewinner im Para Ski Nordisch, der bei der Übergabe von einem „starken Signal der Wertschätzung“ sprach: „Die finanzielle Absicherung ist für uns oft eine Herausforderung, deshalb haben solche Prämien einen enormen Stellenwert – sie ermöglichen uns, den Fokus weiterhin voll auf den Sport zu setzen und geben uns großen Rückhalt.“
Für Skeletoni Jungk lange nicht der einzige Grund, die Bewerbung von KölnRheinRuhr unabhängig von deren Ausgang, positiv zu betrachten. Der ganze Prozess habe dazu beigetragen, den Sport wieder stärker in den Fokus zu rücken. Wie bei der Leichtathletik-EM im August zum Beispiel: „Viele Leute haben drüber gesprochen, es wurde viel im Fernsehen gezeigt. Die Leute haben gerade wieder Bock auf Sport, habe ich das Gefühl.“
Interview: LSB NRW/Sven Schlickowey