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600 Mio. € für die Sportstätten in NRW

Nadine Frey: „Für unsere Sportvereine ist das für die Zukunft einfach unabdingbar“

Das Vorbild war bereits ein riesiger Erfolg – nun kommt der Nachfolger und der ist noch einmal größer: Im Rahmen der Bewerbung von KölnRheinRuhr hat die NRW-Landesregierung ein Förderprogramm für Sportstätten mit einem Volumen von 600 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das Geld fließt in die Sanierung, Modernisierung und Weiterentwicklung bestehender Sportstätten. Oder, falls sinnvoller, auch in Ersatzneubauten.

Wie wichtig dieses Förderprogramm für den organisierten Sport vor Ort ist, weiß Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbund Aachen: „Für unsere Sportvereine ist das für die Zukunft einfach unabdingbar“, sagt sie. „Weil sie sich nur so zukunftsfähig aufstellen können.“ Die Förderung sei nicht nur eine Investition in Beton, sondern auch in Gesundheit und Gemeinschaft: „Weil wirklich jeder Euro beim Menschen ankommt.“

Ein Drittel der Fördersumme steht dabei exklusiv für vereinseigene Hallen, Sportplätze und vergleichbare Anlagen zur Verfügung, jeweils 200 Millionen dann noch für Schwimmbäder und kommunale Sportstätten. Beim Aufbau orientiert sich das Programm an der viel gelobten Förderung „Moderne Sportstätte 2022“, dies sorgt dafür, dass das Geld wirklich überall in NRW ankommt und die Fachleute vor Ort mitreden können, in welche Projekte es konkret fließt.

„Die Landesregierung hat ihr Versprechen gehalten“, sagte Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW, bei der Vorstellung des Programms im Mai. Das Geld sei „ein wichtiger Baustein“ zur Förderung des Breitensports in NRW: „Er wird dazu beitragen, den hohen Sanierungsstau bei vereinseigenen und kommunalen Sportanlagen zu reduzieren.“

Um einen Eindruck zu bekommen, was die Fördermittel überall im Land bewirken können, lohnt sich ein Blick in die Projektliste des Vorgängerprogramms. Die listet tausende erfolgreich abgeschlossen Projekte auf, vom Bau barrierefreier Sanitäranlagen in Hiddenhaus ganz im Nordosten NRWs, über eine neue Bogenschießanlage in Erkrath bei Düsseldorf und der Umstellung einer Außen-Lichtanlage auf LED in Wuppertal bis zur Installation einer Photovoltaik-Anlage in Kreuzau in der Eifel.


Interview: LSB NRW/Sven Schlickowey