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30 Prozent mehr für die Olympiastützpunkte

Volker Lauer: „Alles kommt den Athletinnen und Athleten zugute.“

Wer Spitzenleistungen will, braucht dafür Spitzenbedingungen. Und die gibt es nicht umsonst. Kaum jemand wüsste dies besser als Volker Lauer. Der Diplom-Sportwissenschaftler und frühere Judo-Leistungssportler leitet einen der drei Olympiastützpunkte (OSP) in NRW – und freut sich, dass im Rahmen der Bewerbung von KölnRheinRuhr die Haushaltsmittel der OSP spürbar erhöht wurden. Das steigere langfristig die Chance auf Medaillen und Spitzenplatzierungen, ist er überzeugt.

Ein sattes Plus von 30 Prozent erhielten die Stützpunkte in Köln, Essen und Dortmund. Und zwar ausschließlich für „athletennahe Betreuung“, wie Volker Lauer betont: „Alles kommt den Athletinnen und Athleten zugute.“ Eine Folge: Die betreuten Sportler*innen können nun mehr physiotherapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen, weil mehr Geld da ist, um bei den Partnerpraxen vor Ort zusätzliche Behandlungen einzukaufen. Das wirkt sich direkt auf deren Leistungsfähigkeit aus.

Darüber hinaus konnten die Olympiastützpunkte mehr Personal anheuern, um die Betreuung auch in anderen Bereichen zu verbessern, berichtet Volker Lauer: „Durch die Einstellung von erstmals hauptamtlichen Sportpsychologen und Sportpsychologinnen können wir uns jetzt besser um die Athleten kümmern.“ Verbesserungen gebe es auch in der Sportmedizinischen Betreuung und in der Leistungsdiagnostik.

Und in der Laufbahnberatung, die den Sportler*innen nicht nur hilft, sich schon während der sportlichen Karriere auf das Leben danach vorzubereiten, sondern ihnen damit auch eine Sorge nimmt, so dass sie sich stärker auf ihre Leistung konzentrieren können. „Durch die Einstellung von mehr Personal konnten wir den Betreuungsschlüssel optimieren“, erklärt der OSP-Leiter.

Olympiastützpunkte bieten zahlreiche Dienstleistungen für Spitzensportler*innen an, überwiegend für Mitglieder der Bundeskader. Ergänzend zu ihrem normalen Training erhalten sie und ihre Trainer*innen dort Unterstützung unter anderem in den Bereichen Gesundheitsmanagement und Leistungsoptimierung.

Das macht sie zu wahren Medaillenschmieden. Allein die vom OSP Köln betreuten Athlet*innen holten zwischen 1992 und 2024 zusammen 231 Medaillen bei Olympischen und Paralympischen Spielen. Davon 82 Mal Gold.


Interview: LSB NRW/Sven Schlickowey