Sportausschuss-Sitzung des Landes NRW in Düsseldorf
Die Entscheidung der DOSB-Mitgliederversammlung, mit München ins internationale Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu gehen, hat die jüngste Sitzung des Sportausschusses im Düsseldorfer Landtag geprägt. Für den Landessportbund NRW berichteten Präsident Stefan Klett und Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Niessen über die Bewerbung KölnRheinRuhr und die daraus entstandenen Perspektiven für den Sport in Nordrhein-Westfalen.
Klett und Niessen dankten der Landesregierung für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Die Bewerbung habe weit über die mögliche Ausrichtung der Spiele hinaus wichtige Impulse gesetzt: Breitensport und Leistungssport seien gestärkt, zusätzliche Fördermittel mobilisiert und der Schulterschluss zwischen Land, Kommunen und organisiertem Sport vertieft worden. Besonders hervorzuheben sei das mit 600 Millionen Euro größte Sportstätteninvestitionsprogramm in der Geschichte des Landes.
„Es war richtig, in diesen Wettbewerb mit München, Berlin und zuvor noch Hamburg zu gehen. Denn NRW braucht Sport, weil er den Menschen in diesem Bundesland auch weiterhin viel geben kann. Das funktioniert, wenn Politik und Sport zusammenstehen“, erklärte Niessen. Auch Klett hob die besondere Teamleistung hervor: „Auf dieser längeren Reise haben wir unzählige Menschen mit unserer Vision begeistert und gezeigt, welche Kraft der Sport in Nordrhein-Westfalen entfalten kann. Nur dank der ganz besonderen Teamleistung von Landesregierung, den beteiligten Kommunen, Landessportbund und dem Behindertensportverband konnte aus einer Idee eine ernsthafte und bundesweit beachtete Bewerbung werden.“ Nun gelte es, den emotionalen Schub und die positive Stimmung gemeinsam für die weitere Sportentwicklung im Land zu nutzen.
Weitere Themen der Sitzung waren die sportrelevanten Ansätze des Landeshaushalts 2027 und der Stand des Förderprogramms „Moderne Sportstätte Nordrhein-Westfalen“. Mehr als 740 Interessenbekundungen befinden sich bereits in der Vorantragsprüfung. Weitere 45 lagen zur Vorprüfung vor, 14 warteten auf die abschließende Priorisierung durch die zuständigen Stadt- und Kreissportbünde. Erste Förderentscheidungen sind ab Mitte Oktober 2026 vorgesehen.
Bild: LSB NRW/Johannes Klamet